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Makuladegeneration
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Makuladegeneration - Risiko Graue-Star-OP: Wann sollte operiert werden

Grauer Star wird nahezu bei allen über 65-jährigen (auch ein häufiges Alter bei Makuladegeneration Betroffenen) festgestellt, zumindest einen beginnenden, der unter Umständen jedoch noch nicht bemerkt wird. Laut der Universitätsklinik Greifswald haben im Alter zwischen 65 und 75 Jahren ca. 100% der Bevölkerung Grauen Star, wobei 50% hiervon Sehstörungen bemerken, wenn das 75. Lebensjahr erreicht wird.

Der richtige Zeitpunkt für die Operation von Grauem Star sollte gemeinsam mit dem Augenarzt besprochen werden. Für diese Frage ist es unter anderem entscheidend, über welche Sehschärfe das betroffene Auge noch verfügt und wie gut der Betroffene mit seiner reduzierten Sehleistung im Alltag noch zurechtkommt und ob gleichzeitig eine Makuladegeneration vorliegt.

Solange Grauer Star nur leicht ist, ist es oftmals möglich, die dadurch reduzierte Sehschärfe durch neue Brillengläser wieder anzuheben. In weiter fortgeschrittenen Stadien von Grauem Star nützen Brillengläser in der Regel nicht mehr viel und es gilt abzuschätzen, ob die Risiken von Grauen Star Operationen eingegangen werden sollten oder nicht. Je stärker das Augenlicht eingeschränkt ist, umso größer ist erfahrungsgemäß die Bereitschaft, sich hinsichtlich des Grauen Stars operieren zu lassen.

Ebenso spielt die Angst des Grauen Star Betroffenen vor der Operation eine wichtige Rolle. Immerhin handelt es sich um eine Operation am Auge, das auch subjektiv meistens als das sensibelste Organ des Körpers empfunden wird. Die Angst vor der Grauen Star Operation oder vor Makuladegeneration ist manchmal sehr groß, zumal dann, wenn ein Grauer Star Betroffener beispielsweise von Bekannten erfahren hat, dass diese nach der OP Probleme hatten oder dass das Sehen nach der Grauen Star OP womöglich gar nicht besser war als vorher oder sogar schlechter als vorher.

Eine Verbesserung der Sehleistung nach einer Grauen Star Operation kann dann nicht eintreten, wenn bereits eine weitere Augenerkrankung vorliegt, die die Sehleistung reduziert, wie zum Beispiel eine Makuladegeneration, eine diabetische Netzhauterkrankung, ein Glaukom (Grüner Star), eine Sehnerventzündung oder Durchblutungsstörung oder auch funktionelle Veränderungen im Sehzentrum des Gehirns, wie beispielsweise nach einem Schlaganfall.

Die Empfehlung lautet, den wahrscheinlichen Nutzen gegen die Risiken im Einzelfall abzuwägen, bei Grauer Star ebenso wie bei Makuladegeneration. Insbesondere bei Vorhandensein nur noch eines sehtüchtigen Auges oder einer Vorerkrankung wie z.B. Makuladegeneration kommt dieser Abwägung eine elementare Bedeutung zu. Denn sollte nur noch ein Auge sehen und ein tatsächlich eintretendes Risiko dieses "letzte" Auge schädigen, so würde damit die gesamte Sehfähigkeit reduziert werden. Als Grauer Star Betroffener sollte man also genau nachfragen und auch wissen, dass jede Grauer Star Operation, gerade bei einer vorhandenen Makuladegeneration, ein Risiko beinhaltet und man nicht automatisch davon ausgehen kann, dass man nach einer OP besser sieht.

Viele Patienten berichteten uns, dass ihre Makuladegeneration sich nach einer Grauen Star OP verschlechterte. Die gewonnene Sehfähgikeit wurde oftmals etwa 6 bis 12 Monate nach der OP durch das Fortschreien der Makuladegeneration wieder aufehoben oder war sogar oftmals schlechter als vorher.

 

Wichtiger Hinweis:
Die AMD-Inhalte auf unserer Website dienen ausschließlich zur Information. Sie können und dürfen einen Arztbesuch nicht ersetzen, noch dienen sie für eine Selbstdiagnose oder gar einer Selbstbehandlung. Haben Sie den Verdacht an Makuladegeneration erkrankt zu sein, suchen Sie bitte umgehend Ihren Augenarzt auf!