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Makuladegeneration
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Vitamine und Ernährung


Anwendungsgebiet: Trockene und feuchte Makuladegeneration

Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sind Nahrungsergänzungsmittel Produkte, die aus Nährstoffen oder sonstigen Stoffen mit ernährungsspezifischer oder physiologischer Wirkung in konzentrierter Form bestehen. Das können Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, Aminosäuren, aber auch Ballaststoffe, Pflanzen oder Kräuterextrakte sein. Diese können synthetischen (industriellen) oder natürlichen Ursprungs sein.

Nährstoffe wichtig bei Makuladegeneration?

Diese Stoffe sind grundsätzlich wichtig für viele biochemische und physiologische Vorgänge im menschlichen Körper und im Besonderen auch im Auge und somit auch bei Makuladegeneration. Sie bestimmen bzw. beeinflussen dort maßgeblich den Zellstoffwechsel und das geregelte Zellwachstum und sollen zudem die Zellen vor äußeren Einflüssen schützen.

Antioxidative Eigenschaften

Einige Vitamine verfügen über antioxidative Eigenschaften und haben dadurch die Möglichkeiten, Schäden durch freie Radikale vorzubeugen. Freie Radikale sind bestimmte Moleküle, deren zerstörerische Wirkung in erster Linie gegen Fettsäuren in den Zellmembranen oder der DNA in den Zellen gerichtet ist. Diese Schädigungen können letztendlich zum Untergang der betroffenen Zellen führen. Sie stehen zudem u.a. in Verdacht eine Makuladegeneration negativ zu beeinflussen. Ob sie auch eine Ursache an Makuladegeneration zu erkranken darstellen, ist nicht eindeutig geklärt.

Die Entstehung von freien Radikalen wird insbesondere durch Licht und Sauerstoff begünstigt. Damit ist das Auge wegen seiner besonderen Beziehung zum Licht sowie seiner äußerst guten Sauerstoffversorgung genau das Organ, das am stärksten den Angriffen der freien Radikalen ausgesetzt ist. Denn die Netzhaut ist sehr reich an ungesättigten Fettsäuren - dem wichtigsten Angriffsziel der freien Radikale.

Umgekehrt ist das Auge aber auch dieser besonderen Belastung bestens angepasst, indem es über die höchste Konzentration von Antioxidantien im gesamten Organismus verfügt.

Makuladegeneration mit Nährstoffen positiv beeinflussen

Aus diesen Sichtweisen heraus erklären sich medizinische Versuche, den Krankheitsverlauf einer Makuladegeneration mit Vitaminen oder Mineralstoffen positiv zu beeinflussen.

Dr. Andreas Berke schreibt in seiner Veröffentlichung "Vitamine und Auge" in Optometrie 2001, es sei festgestellt worden, dass längere Mangelzustände z.B. an Vitamin A schließlich zu einer Degeneration der Netzhaut führten. Aus dieser Sichtweise heraus erklären sich medizinische Versuche, den Krankheitsverlauf einer Makuladegeneration mit Vitaminen oder Mineralstoffen positiv zu beeinflussen.

In der Rotterdamer Studie (2005) ging es generell um die Risikofaktoren für die Gesundheit älterer Menschen. Über 8.000 Personen wurden über längere Zeit unter anderem auch über ihr Ernährungsverhalten befragt. Personen, die bei der Einnahme von Betakarotin, Vitamin C und E sowie Zink über die Nahrung über dem Durchschnitt lagen, erkrankten zu 35% seltener an Makuladegeneration. Eine Prophylaxe mit vitaminreicher Ernährung erschien demnach sinnvoll.

Aus diesen Betrachtungsweisen und Erkenntnissen heraus, scheint es sinnvoll, Nahrungsergänzungsmittel regelmäßig und nicht nur bei einer Makuladegeneration einzunehmen. Aber ist das wirklich so sinnvoll und so ungefährlich, wie man es gemeinhin annimmt?

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