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Makuladegeneration
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Makuladegeneration - Risiko Graue-Star-OP: Studien und Kosten

Wir wurden in der Vergangenheit bereits öfter gefragt, ob eine ambulante Graue Star OP mit der Möglichkeit nach wenigen Stunden wieder zuhause sein zu können nicht vielleicht erhöhte Risiken birgt und sich diese nachteilig auf eine vorhandene Makuladegeneration auswirken können.

Wissenschaftler des internationalen Forschungsnetzwerks Cochrane Collaboration haben vorhandene Studien zusammengestellt und ausgewertet.

Das Ergebnis: Vier Monate nach der Grauen Star Operation hatten die Patientinnen und Patienten eine vergleichbare Sehschärfe, jedoch unabhängig davon, ob sie ambulant oder stationär im Krankenhaus operiert wurden. Bei den ambulant operierten Patienten traten temporäre Komplikationen etwas häufiger auf, sie nahmen aber keinerlei Einfluss auf den schlussendlichen Operationserfolg bei Grauem Star.

Es sei zu bemerken, dass diese Ergebnisse nur auf einer begrenzten Studie aufbauen und somit in der Realität stark variieren können.

Antioxidantien bei Grauer Star und Makeladegeneration:
Andere Studien kommen zu alarmierenden Ergebnissen bei Grauen Star Präparaten. So heißt es: "Studien der letzten Jahre belegen: Sie schaden mehr als sie nützen."

"Auch die propagierte Wirksamkeit hochdosierter Vergaben von Betacarotin, Vitaminen A, C und E allein oder in Kombination zur Verbesserung verschiedener Augenerkrankungen wurde vom gleichen Team untersucht.

Fazit: Die genannten Vitamine schützen nicht, sondern können sogar eine Verschlechterung des Sehvermögens beim Grauen Star (Katarakt) bewirken. Auch ein altersbedingter, fortschreitender Sehverlust (Makuladegeneration) oder die degenerative Netzhautschädigung (Retinitis pigmentosa) lasse sich nicht aufhalten, schlossen die Autoren [1]."

Eine weitere Studie aus den 90er Jahren belegt die Zusammenhänge zwischen Tabakkonsum und Grauem Star.

Zitat: "Die amerikanische Studie legt die Vermutung nahe, dass Rauchen zu Veränderungen der Linse führt, die sich nur zum Teil wieder zurückbilden. Anti-Raucher-Kampagnen sind nach Auffassung der Wissenschaftler auch im Zusammenhang mit Grauem Star von großer Bedeutung. Werden doch allein in den USA jährlich 1,35 Millionen Graue Star Operationen durchgeführt, die Kosten in Höhe von rund 3,5 Mrd. US$ verursachen."

Ähnliche Untersuchungen gibt es auch zum Thema Makuladegeneration.

Viele der gesetzlichen Krankenkassen tragen nur die Kosten für eine normale Operation bei Grauem Star. Die Kosten der Behandlung einer Hornhautverkrümmung (etwa 300 Euro pro Auge) muss der Betroffene in der Regel selber bezahlen. Am besten, Sie informieren sich bei Ihrer Krankenkasse, da die Bestimmungen bei Grauer Star und/oder Makuladegeneration sehr unterschiedlich sein können.

Normalerweise wird heute die Graue Star OP mit einer Intraokularlinse grundsätzlich im Rahmen der medizinischen Leistungen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Allerdings unter Auflagen: Verschlechtert sich das Sehvermögen auf 60% oder weniger, liegt eine so genannte "medizinische Notwendigkeit" vor und die Kosten für eine Operation bei Grauem Star werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Multifokallinsen bei einer Grauen Star Operation fallen nicht unbedingt darunter und ein gesetzlich Versicherter muss gegebenenfalls seine Graue Star Operation komplett selbst bezahlen.

Da es jedoch lokale Unterschiede gibt und derzeit auch intensive Gespräche mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung bezüglich einer Regelung stattfinden, informieren Sie sich am besten bei Ihrer Krankenkasse.

 

Wichtiger Hinweis:
Die AMD-Inhalte auf unserer Website dienen ausschließlich zur Information. Sie können und dürfen einen Arztbesuch nicht ersetzen, noch dienen sie für eine Selbstdiagnose oder gar einer Selbstbehandlung. Haben Sie den Verdacht an Makuladegeneration erkrankt zu sein, suchen Sie bitte umgehend Ihren Augenarzt auf!