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Makuladegeneration
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Makuladegeneration - Risiko Graue-Star-OP: Studien und Kosten

Wie bereits 2002 veröffentlicht, empfehlen wir aus den vorgenannten Gründen weiterhin folgendes Vorgehen:

  1. Bitten Sie Ihren Augenarzt, Sie so exakt wie möglich über Ihre persönlichen Aussichten und über Ihre persönlichen Risiken aufzuklären. Geben Sie sich nicht alleine mit einem Standard-Aufklärungsbogen zufrieden. Es geht hier um Ihren Einzelfall. Haben Sie Mut und stellen Sie Ihre Fragen!
  2. Bitten Sie ggf. auch um eine spezielle Untersuchung (z.B. mit einem Laser-Retinometer), um in Erfahrung zu bringen, welchen Sehschärfegewinn der Augenarzt (durch das Entfernen der trüben Linse und das Einsetzen einer klaren Linse) in Aussicht stellen kann. Schätzen Sie dann ein, ob sich die OP auf Basis der in Aussicht gestellten Sehschärfe und der etwaigen Risiken zu diesem Zeitpunkt für Sie lohnt.
  3. Besprechen Sie mit Ihrem Augenarzt, ob vor der Grauen-Star-OP eine Untersuchung Ihrer Netzhaut sinnvoll ist. Mit dieser kann in der Regel festgestellt werden, ob Ihre Netzhaut bereits durch degenerative Prozesse vorbelastet ist und sich dadurch womöglich ein deutlich erhöhtes OP-Risiko ergibt.
  4. Wägen Sie mit Ihrem Augenarzt sorgfältig Ihre Aussichten und Risiken gegeneinander ab. Eine medizinische Notwendigkeit besteht nur sehr selten! Letztendlich muss der Patient selbst entscheiden. Er muss sein schriftliches Einverständnis geben und muss die Konsequenzen selber tragen.
  5. Fragen Sie Ihren Augenarzt, ob er das Risiko der Grauen-Star-OP bei Ihnen überhaupt einschätzen kann. Manchmal ist der Graue Star so weit fortgeschritten, dass der Augenarzt eine bereits geschädigte Netzhaut, bzw. eine Makuladegeneration nicht hinreichend gut erkennen kann. Das Risiko, in diesem Fall durch die OP aktiv an Sehschärfe zu verlieren, kann dann niedrig, jedoch auch sehr hoch sein.
  6. Wem das Risiko zu hoch oder zu unkalkulierbar erscheint, sollte überlegen, ob er die OP durchführen lässt oder, um Risiken zu vermeiden, lieber die durch den Grauen Star verringerte Sehschärfe hinnimmt. Zu überlegen ist auch, ob vielleicht (zuerst) risikolose Verfahren des alternativen Bereiches der Medizin in Anspruch genommen werden sollten. Dies kann mit dem Ziel geschehen, das Fortschreiten des Grauen Stars zu verzögern oder zu verhindern. Dort sind uns Erfolge bekannt. In wenigen Fällen besteht allerdings eine medizinische Notwendigkeit für eine Graue-Star-OP.

 

Wichtiger Hinweis:
Die AMD-Inhalte auf unserer Website dienen ausschließlich zur Information. Sie können und dürfen einen Arztbesuch nicht ersetzen, noch dienen sie für eine Selbstdiagnose oder gar einer Selbstbehandlung. Haben Sie den Verdacht an Makuladegeneration erkrankt zu sein, suchen Sie bitte umgehend Ihren Augenarzt auf!