SOS Augenlicht e.V. verwendet Cookies, um Ihnen den Besuch auf unseren Seiten so einfach wie möglich zu gestalten. Zusätzlich verwenden wir das Datenanalysetool Google Analytics in pseudonymisierter Form (Ihre Daten werden anonymisiert). Wenn Sie die Nutzung von Google Analytics ablehnen, werden keine Daten erhoben. Weitere Informationen zu Cookies, Google Analytics und dazu, wie Sie die Kontrolle darüber behalten, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung und hier
Hiermit stimme ich der Nutzung von Google Analytics zu:
Makuladegeneration
- Seit 18 Jahren Hilfe & Info -
Hotline für Betroffene
0 24 43 - 90 13 64
Di - Do: 9 - 17 Uhr

Makuladegeneration - Risiko Graue-Star-OP: Die Operation selber

Nach heutigem medizinischem Stand kommt bei Grauem Star hauptsächlich die extrakapsuläre Operationstechnik zur Anwendung.

Bei dieser Methode einer Grauen Star Operation wird hauptsächlich das so genannte Phakoemulsifikation's Verfahren angewendet. Bei dieser heute modernsten Art der Grauen Star Operation, wird die Linsenkapsel vorne scheibenförmig geöffnet. Dieser nur wenige Millimeter große Schnitt ermöglicht den Zugang.

Anschließend wird der innere, härtere Linsenkern mit Hilfe von Ultraschall-Strahlen verkleinert, verflüssigt und mit der weicheren so genannten Linsenrinde abgesaugt. Für den nun entleerten Linsenkapselsack stehen 2 Vorgehensweisen zur Verfügung. Entweder der vorhandene Schnitt wird leicht vergrößert und eine härtere Plexiglas Linse eingesetzt oder es wird eine weiche, gefaltete künstliche Linse vor oder hinter die Pupille, je nach Vorgehensweise, eingeschoben, entfaltet und fixiert.

Die Linse verbleibt dort lebenslang. Grundsätzlich sei gesagt: Sollten beide Augen von Grauem Star betroffen sein, wird in der Regel trotzdem zuerst nur ein Auge operiert. Die zweite Graue Star Operation kann dann einige Zeit später durchgeführt werden.

Vorgehen bei vorhandener Hornhautverkrümmung

Das Hautproblem einer Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) liegt in der deformierten Hornhautoberfläche. Das eintretende Licht wird dadurch ungleichmäßig gebrochen, was zu einer Verzerrung beim Sehen führt. In Kombination mit Grauer Star oder Makuladegeneration wird dann das gesehene Bild noch zusätzlich verzerrt. Je nach Krankheitsbild lässt sich in manchen Fällen die Hornhautverkrümmung bei der Grauen Star Operation mit ausgleichen.

Alternativ lässt sich dies auch durch einen späteren kleinen Eingriff ambulant beheben, jedoch erst ca. 2 bis 3 Monate nach der letzter Grauen Star Operation.

Hierfür sind heute 2 Operationsvarianten gängig:

  • RK (radiale Keratotomie) 1976 durch Dr. Svyatoslav Fyodorov in Russland entwickelt.

Mittels ca. 4 bis 8 kleiner, sternförmiger Einschnitte in der Hornhaut, kann diese sich durch den Augeninnendruck nach außen wölben, eigenständig entspannen und damit die Brechkraft der Hornhaut reduzieren. Ebenso wie bei Grauer Star ist der Eingriff rein ambulant und dauert etwa 15 bis 20 Minuten.

Auch hier empfiehlt es sich, auf Folgendes vorübergehend zu verzichten:

  • Schwere Körperliche Arbeit oder Leistungssport
  • Schwimmen, Baden, Sauna
  • Druck oder Reibung auf das Auge ausüben
  • Schützen Sie sich vor Sonnenlicht und vor Zug

Ob zum Lesen oder Autofahren später eine zusätzliche Brille benötigt wird, muss Ihr Augenarzt entscheiden. Gleiches kann bei Makuladegeneration gelten.

  • LASIK (Excimerlaserbehandlung) - LASIK = "LAser in SItu Keratomileusis"

Diese moderne Laser-Technik ist schonender für das Auge. Ein so genannter Excimer-Laser ermöglicht eine Mikrometergenaue Abtragung der Oberfläche der Hornhaut.

Nach der Operation

Die Operation bei Grauem Star dauert meist nicht länger als 15 bis 20 Minuten. Sowohl bei Grauer Star als auch bei Makuladegeneration sollte der Patient in den Folgewochen der OP möglichst auf folgendes Verzichten:

  • Schwere Körperliche Arbeit oder Leistungssport
  • Schwimmen, Baden, Sauna
  • Druck oder Reibung auf das Auge ausüben
  • Schützen Sie sich vor Sonnenlicht und vor Zug
  • Nach ca. vier bis sechs Wochen kann eine neue Brille individuell angepasst werden
  • Großer psychischer Stress - siehe auch Makuladegeneration

Eine vollständige Heilung ist meistens nach etwa vier bis sechs Wochen nach der Augen Operation zu erwarten.

Das können Sie selber tun

Egal wie harmlos eine Operation bei Grauem Star oder bei Makuladegeneration auch erscheinen mag, sie stellt immer einen Eingriff in das menschliche System dar und so schwächt sie meist in einem nicht unerheblichen Maß mehr oder weniger die Widerstandskraft des Auges. Im Zweifel sprechen Sie mit Ihrem Augenarzt über die Operation bei Grauem Star.

Doch auch bei der täglichen Körperpflege, wie duschen oder Haare waschen, ist in der Anfangszeit nach der Grauen Star Operation besondere Vorsicht geboten. Sie sollten sich auch nach einer Operation im Besonderen vor Sonnenlicht schützen. Siehe auch Makuladegeneration.

Verändert sich das Sehvermögen nach der Grauen Star Operation?

In dem meisten Fällen bemerken Sie schon wenige Tage nach Ihrer Grauen Star Operation eine Verbesserung Ihres Sehvermögens.

Dennoch benötigen Sie auch weiterhin eine Brille für Nah- bzw. Weitsicht.

Oftmals kann es jedoch auch nach Wochen oder Monaten zu einer erneuten Verschlechterung Ihres Sehvermögens kommen. Dieser so genannte Nachstar entsteht durch eine Eintrübung der hinteren Linsenkapsel.

Komplikationen

Folgende Komplikationen sind bekannt:
  • Schmerzhaft Verletzungen der Hornhaut
  • Blutungen und Nachblutungen der Netzhaut
  • Riss der Linsenhinterkapsel
  • Augendruckerhöhung
  • Wassereinlagerung
  • Diverse Infektionen mit unbekannten Auswirkungen
  • Schwellung der Netzhaut
Seltener:
  • Netzhautablösung
  • Dauerhafter Sehverschlechterung
  • Erblindung
  • Verlust des Auges
Die Kunstlinse betreffend:
  • Allergische Reaktionen
  • Verrutschen der Linse im Auge

Hinweis: Dieser Abschnitt ist nur ein Auszug der bekanntesten Risiken, Nebenwirkungen und möglichen Komplikationen. Wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und empfehlen immer ein Gespräch mit Ihrem Augenarzt.

 

Wichtiger Hinweis:
Die AMD-Inhalte auf unserer Website dienen ausschließlich zur Information. Sie können und dürfen einen Arztbesuch nicht ersetzen, noch dienen sie für eine Selbstdiagnose oder gar einer Selbstbehandlung. Haben Sie den Verdacht an Makuladegeneration erkrankt zu sein, suchen Sie bitte umgehend Ihren Augenarzt auf!