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Makuladegeneration
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Altersbedingte Makuladegeneration – VEGF-Hemmer Risiken & Nebenwirkungen

Von Herzrasen bis zur Erblindung. VEGF-Hemmer, die zur Behandlung der feuchten Makuladegeneration eingesetzt werden, haben zum Teil gravierende Nebenwirkungen. Individuelle Risiken sollten ausführlich mit dem Arzt besprochen werden.

aktualisiert am 23.04.2018

Spritze mit enormen Nebenwirkungen bei Makuladegeneration
Der Vorgang der Injektion selber kann zu Infektionen, Verletzungen der Netzhaut und erhöhtem Augeninnendruck führen.

Infektionsrisiko durch die Injektion

Grundsätzlich kann bei der Injektion zur Behandlung der Makuladegeneration in den Glaskörper des Auges die Gefahr einer Infektion nicht ausgeschlossen werden. Eine Untersuchung in den USA und Kanada über ein Jahr mit 890 Patienten ergab, dass bei 1,3% der Makula-Betroffenen Infektionen auftraten. Diese Infektion wird Endophthalmitis genannt und wird durch Bakterien, Pilze oder Viren verursacht.

Bei einer akuten Endophthalmitis droht innerhalb weniger Stunden der Verlust des Auges.

Bei chronischer Endophthalmitis sind starke Schmerzen und eine schleichende Verschlechterung der Sehkraft die Folge.

Risiko Verletzung der Linse/Netzhaut & erhöhter Augeninnendruck

Des Weiteren besteht das Risiko der Verletzung der Linse oder der Netzhaut bei der Injektion ins Auge, was aber bei fachgerechter Anwendung sehr gering ist.

Eine weitere mögliche Komplikation ist auch der Anstieg des Augeninnendruckes. Dieser sollte deshalb nach dem Eingriff kontrolliert werden. Bei Vorliegen eines Glaukoms ist der Eingriff daher sehr kritisch zu beurteilen. Für das Medikament Macugen hat die europäische Zulassungsbehörde einen zusätzlichen Warnhinweis in der Packungsbeilage gefordert, der auf das seltene Vorkommen von Hypersensitivität hinweist.

Im Folgenden finden Sie die Nebenwirkungen von VEGF-Hemmer bei der Behandlung von Makuladegeneration nach Präparat gesondert aufgelistet. Die Nebenwirkungen beziehen sich sowohl auf die Injektion selber, als auch auf das gegebene Präparat. Die gelisteten Nebenwirkungen entstammen den aktuell gültigen Beipackzetteln der Präparate zur Behandlung von Makuladegeneration. Diese können bei der European Medicines Agency jederzeit eingesehen werden.

Nebenwirkungen Macugen bei der Behandlung von Makuladegeneration

Makuladegeneration – sehr häufige Macugen Nebenwirkungen

mehr als 1 Behandelter von 10: Entzündung der Augen, Augenschmerzen, erhöhter Augeninnendruck, kleine Unregelmäßigkeiten auf der Augenoberfläche (Keratitis punctata), kleine Teilchen oder Punkte im Sehfeld (Mückensehen oder Trübungen).

Makuladegeneration – häufige Macugen Nebenwirkungen

1 bis 10 Behandelte: Sehstörungen, Augenbeschwerden, verringerte Sehfähigkeit, erhöhte Lichtempfindlichkeit, Wahrnehmung von Lichtblitzen, Blutungen um das Auge herum (periorbitale Blutung), blutunterlaufenes Auge (Blutung der Bindehaut), Störung der gallertartigen Masse im Auge (Funktionsstörung des Glaskörpers), wie etwa Verschiebung oder Riss (Ablösung des Glaskörpers) Trübung der Linse (Katarakt), Störung im Bereich der Augenoberfläche (Hornhaut) Schwellung oder Entzündung des Augenlids, Schwellung im Bereich des inneren Augenlids oder der äußeren Oberfläche des Auges (Bindehaut) Entzündung der Augen, tränende Augen, Bindehautentzündung (Konjunktivitis), Trockenheit, Augenausfluss, Augenreizung, Augenjucken, Augenrötung oder Pupillenerweiterung.

Andere häufige Nebenwirkungen nicht im Bereich des Auges, die möglicherweise auf das Arzneimittel oder das Injektionsverfahren zurückzuführen sind: Kopfschmerzen, Nasenlaufen

Makuladegeneration – gelegentliche Macugen Nebenwirkungen

1 von 100 Behandelte: Entzündung des Auges oder der äußeren Oberfläche des Auges, Blutung im Auge oder im Inneren des Auges (Glaskörper), Spannung im Auge, Entzündung des mittleren Teils der Augenoberfläche (Keratitis), kleine Ablagerungen auf dem Auge oder auf der Augenoberfläche (Hornhaut), Ablagerungen im hinteren Auge, Jucken der Augenlider, Störungen der Augenreaktion auf Licht (gestörte Pupillenreflexe), kleine Erosion auf dem mittleren Teil der Augenoberfläche (Hornhaut), herabhängendes Augenlid, Narbe im Augeninneren (Netzhautnarbe), Knötchen auf dem Augenlid aufgrund einer Entzündung (Hagelkorn), verringerter Augeninnendruck, Reaktion an der Injektionsstelle, Bläschen an der Injektionsstelle, Verschiebung oder Riss der Schicht im hinteren Augenabschnitt (Netzhaut), Pupillenstörung, Störung des farbigen Teils des Auges (Iris), Verschluss einer Netzhautarterie, Ausstülpung des Augenlids, Störung der Augenbewegung, Augenlidreizungen, Blutung im Auge, Veränderung der Augenfarbe, Augenablagerungen, Augenentzündung (Iritis), Exkavation (Aushöhlung) des Sehnervenkopfes, Deformierung der Pupillen, Venenverschluss am hinteren Augenabschnitt, Austreten der inneren gallertartigen Masse des Auges.

Makuladegeneration – gelegentliche Macugen Nebenwirkungen nicht das Auge betreffend

Albtraum, Depression, Taubheit, Schwindel, Herzklopfen, hoher Blutdruck, Erweiterung der Aorta (der Hauptschlagader), Entzündung der oberen Atemwege, Erbrechen, Verdauungsbeschwerden,, Reizungen und Entzündungen der Haut, Veränderungen der Haarfarbe, Ausschlag, Juckreiz, nächtliche Schweißausbrüche, Rückenschmerzen, Müdigkeit, Schüttelfrost, Druckempfindlichkeit, Schmerzen im Brustbereich, plötzliches Fieber und grippeähnliche, Symptome (Gliederschmerzen), Erhöhung der Leberenzyme, Abschürfungen.

Nach mehreren Injektionen ins Auge besteht ein kleines Risiko für eine geringfügige, aber dauerhafte Zunahme des Augeninnendrucks.

Nebenwirkungen Lucentis bei der Behandlung von Makuladegeneration

Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse, die im Zusammenhang mit dem Injektionsvorgang standen und bei < 0,1% der intravitrealen Injektionen auftraten, waren Endophthalmitis, rhegmatogene Netzhautablösung. Einriss der Retina und iatrogene traumatische Katarakt.

Folgende unerwünschte Wirkungen traten in kontrollierten Studien häufiger bei mit Lucentis behandelten Patienten auf als in der Kontrollgruppe:

Makuladegeneration – häufig schwerwiegende Lucentis Nebenwirkungen

bis zu 1 von 10 Personen: Abheben oder Einreißen der Schicht im hinteren Auge (Netzhautablösung oder -einriss), dies löst die Wahrnehmung von Lichtblitzen und Punkten ("fliegende Mücken") aus und führt zum vorübergehenden Verlust des Sehvermögens, oder einer Trübung der Linse (Katarakt).

Makuladegeneration – gelegentlich schwerwiegende Lucentis Nebenwirkungen

bis zu 1 von 100 Personen: Erblindung, Infektion des Augapfels (Endophthalmitis) mit Entzündung des Augeninneren

Makuladegeneration – Sehr häufig das Sehvermögen beeinträchtigende Lucentis Nebenwirkungen

mehr als 1 von 10 Personen: Entzündung des Auges, Blutung im hinteren Augenabschnitt (retinale Blutung), Störungen des Sehvermögens, Augenschmerzen, Erscheinen von kleinen Partikeln oder Punkten im Sichtfeld ("fliegende Mücken"), blutunterlaufene Augen, Irritationen des Auges, Fremdkörpergefühl im Auge, vermehrter Tränenfluss, Entzündung oder Infektion der Lidränder, trockenes Auge, Rötung oder Juckreiz des Auges und erhöhter Augeninnendruck.

Makuladegeneration – sehr häufig das Sehvermögen nicht beeinträchtigende Lucentis Nebenwirkungen

mehr als 1 von 10 Personen: Halsentzündung, verstopfte Nase, laufende Nase, Kopfschmerzen und Gelenkschmerzen.

Makuladegeneration – häufig das Sehvermögen beeinträchtigende Lucentis Nebenwirkungen

Verringerte Sehschärfe, Schwellung eines Augenteiles (Uvea, Hornhaut), Entzündung der Hornhaut (vorderer Teil des Auges), kleine Punkte auf der Augenoberfläche, verschwommenes Sehen, Blutung an der Einstichstelle, Blutungen ins Auge, Augentränen mit Juckreiz, Rötung und Schwellung (Konjunktivitis), Lichtempfindlichkeit, Augenbeschwerden, Schwellung des Augenlids, Schmerzen am Augenlid.

Makuladegeneration – häufig das Sehvermögen nicht beeinträchtigende Lucentis Nebenwirkungen

Harnwegsinfektionen, reduzierte Anzahl roter Blutkörperchen (mit Symptomen wie Müdigkeit, Atemlosigkeit, Schwindel, Blässe), Angstzustände, Husten, Übelkeit, allergische Reaktionen wie Hautausschlag, Nesselsucht, Juckreiz und Hautrötungen.

Makuladegeneration – gelegentlich das Sehvermögen beeinträchtigende Lucentis Nebenwirkungen

Entzündung und Blutung im vorderen Augenabschnitt, Eiterbläschen auf dem Auge, Veränderungen im zentralen Bereich der Augenoberfläche, Schmerzen oder Reizungen an der Einstichstelle, abnormales Gefühl im Auge, Reizungen des Augenlids.

Nebenwirkungen Eylea bei der Behandlung von Makuladegeneration

Makuladegeneration – Sehr häufige Eylea Nebenwirkungen

mehr als 1 von 10 Behandelter: Verschlechterung der Sehkraft, blutunterlaufene Augen, verursacht durch Blutungen kleiner Blutgefäße in der Außenschicht des Auges, Augenschmerzen

Makuladegeneration – häufige Eylea Nebenwirkungen

1 von 10 Behandelter: Ablösung oder Einriss einer der Schichten des hinteren Augenbereichs, was durch Lichtblitze mit "fliegenden Mücken" und manchmal auch durch Sehverlust bemerkbar ist (Einriss*/Ablösung des retinalen Pigmentepithels, Einriss/Ablösung der Netzhaut), Degeneration der Netzhaut (Ursache für gestörtes Sehen), Blutung im Auge (Glaskörperblutung), bestimmte Formen von Linsentrübung (Katarakt), Beschädigung der vorderen Schicht des Augapfels (der Hornhaut), Anstieg des Augeninnendrucks, sich bewegende Punkte im Gesichtsfeld (Trübungen), Abhebung der im Auge liegenden gelartigen Substanz von der Netzhaut (Glaskörperabhebung, was durch Lichtblitze mit "liegenden Mücken" bemerkbar ist), Gefühl, etwas im Auge zu haben, erhöhte Tränenproduktion, Anschwellen des Augenlids, Blutung an der Injektionsstelle, Augenrötung, *Zustände, von denen bekannt ist, dass sie mit einer feuchten Makuladegeneration einhergehen. Nur bei Patienten mit feuchter Makuladegeneration beobachtet.

Makuladegeneration – gelegentliche Eylea Nebenwirkungen

1 Behandelter von 100: allergische Reaktionen (Überempfindlichkeit)**, schwerwiegende Entzündung oder Infektion im Auge (Endophthalmitis), Entzündung der Regenbogenhaut oder anderer Teile des Auges (Iritis, Uveitis, Iridozyklitis, Schwebeteilchen in der Vorderkammer), fremdartiges Gefühl im Auge, Reizung des Augenlids, Anschwellen der vorderen Schicht des Augapfels (der Hornhaut), ** Allergische Reaktionen wie Hautausschlag, Juckreiz (Pruritus), Nesselsucht (Urtikaria) und einzelne Fälle schwerer allergischer (anaphylaktischer/anaphylaktoider) Reaktionen wurden berichtet.

Makuladegeneration – seltene Eylea Nebenwirkungen

1 Behandelter von 1.000: Erblindung, Trübung der Linse aufgrund einer Verletzung (traumatische Katarakt), Entzündung der im Auge befindlichen gelartigen Substanz, Eiter im Auge

Nebenwirkungen Avastin bei der Behandlung von Makuladegeneration

Da die Behandlung der feuchten Makuladegeneration mit Avastin eine offlabel-Behandlung (das Präparat ist nicht zur Behandlung der feuchten AMD zugelassen) ist, ist nicht eindeutig erkennbar, welche Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Injektion ins Auge auftreten können.

Wir gehen davon aus, dass diese ähnlich gelagert sind, wie bei den zuvor genannten Nebenwirkungen der anderen VEGF-Hemmer.

Negative Auswirkungen auf gesundes Gefäßwachstum bei Makuladegeneration

Für die nächste Zeit wäre zu ermitteln, inwieweit Macugen, Lucentis, Avastin und Eylea langfristig negative Auswirkungen bei der Behandlung der feuchten Makuladegeneration auf das "gesunde" Gefäßwachstum im Auge haben.

Die Faktoren für die Gefäßneubildung werden auch (im geringeren Maß) im gesunden Auge (im Pigmentepithel) gebildet. Die gleiche Frage gilt auch für eventuelle Schädigungen von Gefäßen anderer Organe. Die bei feuchter Makuladegeneration gespritzten VEGF-Hemmer konnten in geringerer Konzentration auch im gesamten Körper nachgewiesen werden.

Zum Risiko der Infektionen bei der Behandlung von Makuladegeneration hebt ein Konsenspapier der wichtigsten deutschen augenheilkundlichen Gesellschaften und Verbände vom Mai 2005 das Risiko von Infektionen bei der Macugen-Therapie hervor. Es verweist auf die neuesten Empfehlungen der Retinologischen Gesellschaft zu Injektionen ins Auge. Die Retinologische Gesellschaft bezeichnet ihrerseits die Injektion bei Makuladegeneration als einen minimalinvasiven Eingriff, bei dem Risiken für schwerwiegende Komplikationen bestehen, die nur teilweise vermeidbar seien.

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Wichtiger Hinweis:
Die AMD-Inhalte auf unserer Website dienen ausschließlich zur Information. Sie können und dürfen einen Arztbesuch nicht ersetzen, noch dienen sie für eine Selbstdiagnose oder gar einer Selbstbehandlung. Haben Sie den Verdacht an Makuladegeneration erkrankt zu sein, suchen Sie bitte umgehend Ihren Augenarzt auf!