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Makuladegeneration
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Altersbedingte Makuladegeneration – VEGF-Hemmer Anwendung

Die Anwendung von VEGF-Hemmer erfolgt bei feuchter Makuladegeneration mittels Spritze ins Auge. So soll der Wirkstoff direkt am Wirkort arbeiten können, ohne den restlichen Körper durch deren Nebenwirkungen in Mitleidenschaft zu ziehen.

aktualisiert am 19.04.2018

Spritze ins Auge bei feuchter Makuladegeneration
Nicht nur bei vielen Makuladegeneration-Patienten ruft die Vorstellung einer Spritze ins Auge große Ängste hervor. Das zu behandelnde Auge wird aber vorher lokal mittels Eintröpfeln eines Medikamentes betäubt.

Anwendung bei feuchter Makuladegeneration

Bei der feuchten Makuladegeneration findet die Anwendung von VEGF-Hemmer in Form von Injektionen statt. Daher wird diese Therapie bei Makuladegeneration auch Spritzentherapie genannt.

Der dafür vorgesehene Bereich muss ein für ambulante Operationen zugelassener Raum unter sterilen Bedingungen sein. Bevor der VEGF-Hemmer gespritzt wird, finden Maßnahmen gegen möglich auftretende Infektionen statt. Dazu gehört das Ausspülen des Bindehautsacks sowie das Desinfizieren und Wegkleben der Wimpern mit einer Folie. Danach wird das Auge lokal mittels Eintropfen eines Medikamentes betäubt.

Der eigentliche VEGF-Hemmer (Lucentis, Avastin, Eylea oder Macugen) wird dann intraokular, d.h. direkt in den hinteren Augenabschnitt (Glaskörper) gespritzt. Dies findet im Bereich der Pars Plana, ca. 4 mm vom Hornhautrand entfernt statt.

Hohe Wirkstoffkonzentration direkt am Wirkort der Makuladegeneration

Man wendet solche intravitrealen Injektionen bei Makuladegeneration an, um hohe Wirkstoffkonzentrationen an den Wirkort direkt zu bringen. Diese Vorgehensweise stellt sicher, dass möglichst niedrige Wirkstoffkonzentrationen in den übrigen Körper gelangen, um eventuelle Nebenwirkungen außerhalb des Auges zu reduzieren.

Anwendung der VEGF-Hemmer muss wiederholt werden

Da die Wirkung mit der Zeit im Glaskörper und in der Netzhaut durch natürlichen Abbau nachlässt, ist eine wiederholte Injektion alle 4 bis 6 und 8 Wochen notwendig, ja nach benutztem Präparat. Laut Pfizer dauert die Therapie 1 bis 2 Jahre.

Bedarfsgerechtes Vorgehen bei Makuladegeneration

Aktuell praktiziert man bei der Behandlung von Makuladegeneration in der Augenheilkunde ein bedarfsgerechtes Vorgehen (PRN-Schema). Anfänglich erhält jeder Patient mit diagnostizierter, feuchter Makuladegeneration 3 Spritzen in monatlichen Intervallen.

Einen Monat nach der 3. Spritze findet eine Untersuchung statt, bei der der Augenarzt beurteilt, ob ein weiterer Behandlungserfolg unwahrscheinlich ist.

Wenn ja, wird die Spritzen-Therapie mit VEGF-Hemmer komplett beendet.

Besteht jedoch noch Aussicht auf Erfolg und es liegen bestimmte Kriterien vor, dann erfolgen in der Regel 3 weitere Injektionen im monatlichen Abstand. Deren Erfolg, Trockenlegung der feuchten Makuladegeneration, wird nach einem Monat danach abermals entsprechend beurteilt.

Makuladegeneration – folgende Kriterien ausschlaggebend für Weiterbehandlung

  • Flüssigkeit unter der Netzhaut
  • Zunahme der Verdickung der Netzhaut im Makulabereich
  • Zunahme von Flüssigkeitsansammlungen
  • Zunahme einer Pigmentepithelabhebung
  • Neue Blutungen unter oder in der Netzhaut
  • Erneuter Sehschärfeverlust durch die feuchte Makuladegeneration

Liegt keines dieser Kriterien vor und es besteht noch Aussicht auf einen Behandlungserfolg, so wurden die Spritzen bis vor kurzem zeitweise ausgesetzt und anstatt dessen monatliche Kontrolluntersuchungen empfohlen.

In jüngster Zeit geht man aber dazu über, VEGF-Hemmer in regelmäßigen Abständen kontinuierlich zu spritzen. Der Grund hierfür ist die erneute Bildung unerwünschter Gefäße bei der feuchten Makuladegeneration auch nach längerem trockenen Zustand trotz einer erfolgreichen VEGF-Hemmer-Behandlung. Man glaubt dadurch das trockene Stadium einer Makuladegeneration dauerhaft erhalten zu können.

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Wichtiger Hinweis:
Die AMD-Inhalte auf unserer Website dienen ausschließlich zur Information. Sie können und dürfen einen Arztbesuch nicht ersetzen, noch dienen sie für eine Selbstdiagnose oder gar einer Selbstbehandlung. Haben Sie den Verdacht an Makuladegeneration erkrankt zu sein, suchen Sie bitte umgehend Ihren Augenarzt auf!