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Makuladegeneration
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Photodynamische Therapie (PDT) - Chancen


Anwendungsgebiet: Feuchte Makuladegeneration

Basis für die Durchführung einer PDT ist die Fluoreszenzangiographie. Die dabei zugrundeliegende Fragestellung lautet: Ist es unter Abwägung von Aussichten und Risiken sinnvoll, die PDT im vorliegenden Einzelfall durchzuführen? Bei bestimmten Patienten entscheidet man sich daraufhin für eine Durchführung. Bei anderen Patienten muss man von einer Durchführung absehen, weil die Aussichten zu gering oder die Risiken zu hoch sind.

Wenn der behandelnde Arzt und der Patient vor der Durchführung der PDT wissen wollen, welche Aussichten im Einzelfall vorliegen, stellt sich erst einmal die Frage, mit welcher Sicherheit die Entscheidung vom Arzt für oder gegen eine Durchführung der PDT tatsächlich "richtig" getroffen werden kann.

Hierzu schreibt der Arbeitsausschuss "Ärztliche Behandlung" des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen, die Indikationsstellung mittels Fluoreszenzangiographie zur PDT sei etwa bei 62 Patienten richtig und bei 38 Patienten falsch.

Zu den Aussichten schreibt Prof. Dr. J. Strobel, Direktor der Universitäts-Augenklinik Jena, die Behandlung mit PDT führe nicht zur Heilung oder Wiederherstellung des Sehvermögens. Das Fortschreiten der Krankheit könne jedoch verlangsamt oder in einigen Fällen zum Stillstand gebracht werden. Da sich die verschlossenen Blutgefäße wieder öffnen können, müsse die Behandlung u. U. regelmäßig wiederholt werden.

Typischerweise komme es in den folgenden Monaten nach der PDT zu einer erneuten Gefäßeinsprossung in das ursprüngliche Kapillarnetz und zur Rekanalisation der neu gebildeten Gefäße, weshalb eine mehrfache Behandlung in der Regel notwendig sei, so schreiben der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands, die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft und die Retinologische Gesellschaft in einem Konsenspapier im Jahr 2005.

Dieselbe Quelle sagt, dass eine PDT-Behandlung abgebrochen werden sollte, wenn die Sehschärfe unter 5% abgesunken ist oder trotz PDT ein deutliches Weiterwachsen der neu gebildeten Gefäße eingetreten ist. Auch bei ausgedehnten Blutungen unter der Netzhaut sei von einer weiteren PDT abzusehen.

Die Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Klinikum der Universität Regensburg gibt die Information heraus, es habe sich gezeigt, dass die mit PDT behandelten Patienten "statistisch signifikant seltener erblinden als die unbehandelten Patienten, 43% behandelte gegenüber 57% unbehandelten Patienten."

In Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde aus 2005 ist zu lesen: "Wenn auch die PDT das Arsenal therapeutischer Methoden bei der AMD erheblich erweitert hat, kann die PDT in der großen Mehrzahl der behandelten Fälle keine Visusverbesserung erreichen, sondern lediglich den Visusverlust begrenzen."

Auf der 102. Jahrestagung DOG im Jahr 2004 wurde vorgetragen, dass die Patienten im klinischen Alltag innerhalb von 6 Monaten im Mittel einen Visusabfall von 2 EDTRS Linien (2 Testreihen auf einer speziellen Sehschärfenprüftafel) erleiden, obwohl die Fluoreszenzangiographie nach PDT einen Verschluss der neu gebildeten Gefäße suggeriert.

Zur PDT existieren verschiedene Studien. Die wiedergegebenen Zahlen beschreiben alle eine Verlangsamung des Sehverlustes und nicht ein Aufhalten oder eine Verbesserung der Sehschärfe, wie dies oftmals in Medien dargestellt wurde.

Die veröffentlichten Ergebnisse zu den mit PDT behandelten Augen schwanken bei den uns vorliegenden Studien zwischen 44% und 72%. Das bedeutet, 44% bis 72% der mit PDT behandelten Augen erlitten innerhalb eines Jahres einen Sehschärfeverlust von weniger als 3 Testreihen einer bestimmten Sehschärfenprüftafel. Die parallel ausschließlich mit Placebos (Medikamente ohne Wirkstoff) behandelten Patienten einer Kontrollgruppe erreichten auch eine Verlangsamung des Sehschärfeverlustes. Diese verloren zu 40% bis 45% weniger als 3 Testreihen an Sehschärfe.

Es wurden auch Studien mit anderen Medikamenten durchgeführt. Uns liegen Studienergebnisse vor, nach denen sogar 63% der Patienten einer Placebo-Kontrollgruppe weniger als 3 Testreihen an Sehschärfe verloren.

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Wichtiger Hinweis:
Die AMD-Inhalte auf unserer Website dienen ausschließlich zur Information. Sie können und dürfen einen Arztbesuch nicht ersetzen, noch dienen sie für eine Selbstdiagnose oder gar einer Selbstbehandlung. Haben Sie den Verdacht an Makuladegeneration erkrankt zu sein, suchen Sie bitte umgehend Ihren Augenarzt auf!