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Die Zusammenfassung aller Patientenaussagen und Erfahrungsberichte hat gezeigt, welche Therapie innerhalb der Schul- bzw. Alternativmedizin demnach die Beste ist

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Im Folgenden finden Sie Patienten-Erfahrungsberichte zu dem jeweils besten Verfahren aus Schulmedizin und Alternativmedizin.

Dies ist nur ein kleiner Auszug aus der Vielzahl der uns vorliegenden Patienten-Erfahrungsberichten.

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Makuladegeneration & Grauer Star / Katarakt

Anlass für die Recherche: Gefährlichkeit einer Grauen Star Operation

Immer mehr Betroffene von Augenkrankheiten berichteten uns über zum Teil dramatische Sehverschlechterungen nach einer Grauen Star Operation, von denen diese sich in vielen Fällen nicht mehr erholt haben. Hierbei handelte es sich hauptsächlich um Betroffene, die bereits an einer Netzhaut- oder Makuladegeneration litten, jedoch auch um Betroffene, bei denen vor der Operation des Grauen Stars noch keine Netzhauterkrankung bekannt war. Diese uns auffällig erscheinende Häufung von Sehverschlechterungen im Zusammenhang mit Makuladegeneration und einer Operationen von Grauer Star war Anlass für unsere Recherche.

Genauere Informationen dazu können Sie unserem Buch "Makuladegeneration" entnehmen.
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Makuladegeneration & Grauer Star

Ist eine Operation bei vorhandener Makuladegeneration gefährlich?

Viele Betroffene beantworteten uns diese Frage mit "ja". Eine Operation an der Krankheit Grauer Star sei gefährlich. Wir wollten es genauer wissen und begannen zu recherchieren und kamen zu folgendem Ergebnis:

Nach Aussagen von Betroffenen kann eine Graue Star Operation eine bereits vorhandene Makuladegeneration / Netzhautschwäche erheblich beschleunigen. Sie kann womöglich sogar eine Makuladegeneration auslösen.

Eine im November 2009 veröffentlichte Pressemitteilung erklärt, das Gegenteil sei der Fall. Man beruft sich auf eine Studie in der es heißt, Befürchtungen, dass eine Graue Star Operation eine Makuladegeneration auslöse oder möglicherweise verschlimmere, seien nicht nur unbegründet, sogar das Gegenteil sei der Fall. Ursprünglich sollte die fünf Jahre dauernde Studie ermitteln, wie sich Vitamine und Mineralstoffe auf den Grauen Star und Makuladegeneration auswirken. Doch aufgrund der möglichen Zusammenhänge zwischen Grauem Star und Makuladegeneration wurden die Daten von 1244 Patienten auch speziell in Verbindung mit der Makuladegeneration ausgewertet. Weiter heißt es, es zeigte sich, dass eine Verbesserung der Sehschärfe auftrat, unabhängig davon, ob sie eine feuchte Makuladegeneration oder eine trockene Makuladegeneration hatten. Ein Jahr später wurden 865 operierte Augen abermals untersucht. In der Pressemitteilung heißt es, dass auch nach diesem einen Jahr eine in "statistisch signifikanten Ausmaß" verbesserte Sehschärfe nachzuweisen war. Jedoch weisen wir darauf hin, dass aus der Vorabpublikation nicht zu entnehmen war, wie genau sich die Graue Star Operation auf eine Makuladegeneration ausgewirkt hat.

Quelle: www.medicalnewstoday.com/articles/169541.php
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Makuladegeneration & Grauer Star

Fazit

Trotz dieser im November 2009 erschienenen Studie lässt sich also noch immer kein genauer Zusammenhang zwischen Makuladegeneration und einer Grauen Star Operation herstellen. Viele Makuladegeneration oder Grauer Star Betroffene haben sich telefonisch oder schriftlich an uns gewandt und von erheblichen Verschlimmerungen ihrer Makuladegeneration nach einer Grauen Star OP berichtet. Weitere Studien oder detaillierter Informationen über Makuladegeneration im Zusammenhang mit Grauer Star sind uns derzeit nicht bekannt. Dennoch empfehlen wir Patienten mit Makuladegeneration zu besondere Vorsicht, falls eine Graue Star Operation ansteht.

Genauere Informationen dazu können Sie unserem Buch "Makuladegeneration" entnehmen.
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Makuladegeneration & Grauer Star

Hier einige Ergebnisse unserer Recherche zu den Risiken Grauer Star Operationen

  1. Allgemeines Risiko einer Komplikation durch eine Grauer Star Operation liege bei 0,4 bis 4,2%.
  2. Grauer Star OP-Risiko: (Starke) Netzhaut-Blutungen. Schlimmstenfalls bis zur Erblindung.
  3. Grauer Star OP-Risiko: Vergrößerung der Gefäßmembran bei feuchter Makuladegeneration.
  4. Grauer Star OP-Risiko: Makulaödem / Makuladegeneration
  5. Grauer Star OP-Risiko: Netzhautablösung (bei 1% bis 2% der OPs).
  6. Grauer Star OP-Risiko: Glaskörpervorfall, Entzündungen, Hornhauttrübungen, Nachstarbildung.
  7. Komplikationsraten, Art und Ausmaß der möglichen Komplikationen seien den meisten Betroffenen vor der Operation Grauer Star nicht hinreichend bekannt gewesen.
  8. Die zu erwartende Sehschärfe nach Grauer Star Operationen sei, sofern keine Komplikationen eintreten, einigermaßen abschätzbar. Dafür gibt es ein Untersuchungsverfahren.

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Makuladegeneration & Grauer Star

Weltweit die häufigste Erblindungsursache

Alleine in Deutschland werden seit 2005 jährlich mindestens 400.000 Graue Star OP's durchgeführt. Für das Jahr 2009 rechnen Experten mit bis zu 800.000 Operationen zum Einsatz von Kunstlinsen. Viele dieser Grauen Star Operationen werden zur Zufriedenheit der Patienten ausgeführt, jedoch nicht alle. Es gibt Komplikationen mit geringen bis starken Ausprägungen. Bei der oben genannten Zahl an Grauer Star Operationen würde die durchschnittlich recherchierte Komplikationsrate von 2% bereits zu 12.000 Komplikations-Fällen pro Jahr führen und das alleine in Deutschland. In Verbindung mit Makuladegeneration ggf. noch deutlich mehr.
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Makuladegeneration & Grauer Star

Ist die Operation eine erhebliche Belastung für das Auge?

Aus den oben aufgeführten Komplikationen geht hervor, dass aufgrund Grauer Star Operationen regelmäßig erhebliche Belastungen für die Netzhaut auftreten. Wie groß muss die Gefahr für eine Netzhaut bzw. das Auge sein, die bereits durch eine Makuladegeneration geschwächt ist? Das Risiko wird auf jeden Fall um einiges höher sein, denn die Funktionen und damit die Widerstandskräfte einer degenerativen Netzhaut sind in der Regel erheblich schlechter als die einer gesunden Netzhaut. Je weiter die Makuladegeneration fortgeschritten ist, umso höher wird das Risiko für einen Sehverlust sein, denn die Makula ist dann immer weniger in der Lage, den Belastungen einer Grauen Star Operation Stand zu halten. Somit erhöht sich ggf. auch die Gefahr einer Verschlimmerung der Makuladegeneration. Wir haben herausgefunden, dass die Zusammenhänge zwischen Grauer Star und Makuladegeneration in Fachkreisen bereits seit Jahren diskutiert wurden.
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Makuladegeneration & Grauer Star

Unser Kommentar zu den Risiken Grauer Star Operationen bei Makuladegeneration

Aufgrund dieser Erkenntnisse über Makuladegeneration überrascht es nicht, dass viele Aussagen über Komplikationen Grauer Star Operierter bei uns eintreffen. Hierbei handelt es sich meistens um Betroffene, bei denen vor der Augen OP bereits eine Makuladegeneration, Netzhautdegeneration oder diabetische Netzhauterkrankung bekannt war, jedoch auch um Betroffene, bei denen eine Makuladegeneration dann kurz nach der OP erstmalig diagnostiziert wurde. Details siehe oben bei Details siehe oben bei Grauer Star und Makuladegeneration: Fazit
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Makuladegeneration & Grauer Star

Unsere Empfehlung bzgl. einer Operation

  1. Bitten Sie Ihren Augenarzt, Sie so exakt wie möglich über Ihre individuellen Erfolgsaussichten und über die bestehenden Risiken einer Grauen Star Operation aufzuklären. Geben Sie sich nicht alleine mit einem Standard-Aufklärungsbogen zufrieden. Haben Sie den Mut und stellen Sie Ihre Fragen! Auch bei Makuladegeneration.
  2. Bitten Sie ggf. auch um eine Untersuchung (z.B. mit einem Laser-Retinometer), um in Erfahrung zu bringen, welchen Sehschärfegewinn der Augenarzt (durch das Entfernen der trüben Linse und das Einsetzen einer klaren Linse) in Aussicht stellen kann. Schätzen Sie dann ein, ob sich die Augen OP auf Basis der in Aussicht gestellten Sehschärfe und der etwaigen Risiken einer Grauen Star Operation zu diesem Zeitpunkt für Sie lohnt, besonders wenn sie ggf. bereits Vorerkrankungen haben wie z.B. Makuladegeneration.
  3. Besprechen Sie mit Ihrem Augenarzt, ob vor der Operation des Grauen Stars eine Untersuchung Ihrer Netzhaut sinnvoll ist. Mit dieser kann in der Regel festgestellt werden, ob Ihre Augen bereits durch degenerative Prozesse oder auch Makuladegeneration vorbelastet sind und sich dadurch ein womöglich deutlich erhöhtes Grauer Star OP-Risiko durch Ihre Augenerkrankung ergibt.
  4. Wägen Sie mit Ihrem Augenarzt sorgfältig die Aussichten und Risiken einer Operation von Grauem Star (auch in Zusammenhang mit Makuladegeneration) gegeneinander ab. Eine medizinische Notwendigkeit Grauen Star zu operieren besteht nur sehr selten! Der Patient muss selbst entscheiden wie und ob er seine Augenerkrankung behandeln lassen will. Er muss sein schriftliches Einverständnis geben und hat die Konsequenzen selber zu tragen.
  5. Fragen Sie Ihren Augenarzt, ob er das Risiko der Grauen Star Operation bei Ihnen überhaupt einschätzen kann. Manchmal ist ein Grauer Star so weit fortgeschritten, dass der Augenarzt eine bereits geschädigte Netzhaut, bzw. eine Makuladegeneration nicht hinreichend gut erkennen kann. Das Risiko an Sehschärfe zu verlieren, kann dann niedrig, jedoch womöglich auch sehr hoch sein. Speziell auch im Zusammenhang mit Makuladegeneration.
  6. Wem das Risiko zu hoch oder zu unkalkulierbar erscheint, sollte überlegen, ob er die Graue Star OP durchführen lässt oder, um Risiken zu vermeiden, lieber die durch Grauer Star verringerte Sehschärfe hinnimmt. Zu überlegen ist auch, ob (zuerst) risikolosere Verfahren der Augenerkrankung aus dem alternativen Bereich der Medizin (siehe auch Makuladegeneration) in Anspruch genommen werden können. Dies kann mit dem Ziel geschehen, das Fortschreiten des Grauen Stars zu verzögern oder zu verhindern. Dort sind uns Erfolge berichtet worden, auch in Zusammenhang mit Makuladegeneration. In manchen Fällen besteht allerdings eine medizinische Notwendigkeit für eine Operation bei Grauem Star.
Anmerkung: Wir recherchieren weiter in dieser Sache und bitten Sie, uns auch dafür Ihre Erfahrungen mit Grauer Star oder Makuladegeneration zuzusenden!
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Makuladegeneration & Grauer Star

Definition:

Grauer Star bzw. Katarakt bezeichnen eine Trübung der ursprünglich klaren Augenlinse. Grauer Star ist weltweit die häufigste Erblindungsursache. Dabei handelt es sich in erster Linie um den so genannten Alterskatarakt, der meistens erst jenseits des 60. Lebensjahres auftritt. Ein Grauer Star kann jedoch auch die Folge einer Augenverletzung, einer Augenoperation, eines Stromschlages oder einer Medikamentennebenwirkung sein. Die ursprüngliche Bedeutung von Katarakt ist "Wasserfall", was wohl Rückschlüsse auf das Aussehen eines Grauen Stars zulässt, wenn dieser ein bestimmtes Stadium erreicht hat. Bei Grauen Star Betroffenen, bei denen die Krankheit bereits weit fortgeschritten ist, erkennt man eine graue Färbung hinter der Pupille, woher der Begriff Grauer Star stammt. Grauer Star führt dazu, dass der Betroffene wie durch ein milchiges Glas sieht und die Sehschärfe immer weiter abnimmt. Weitere typische Symptome der Augenerkrankung Grauer Star sind:

  • Erhöhte Licht- & Blendungsempfindlichkeit (Ähnlich zu Makuladegeneration)
  • Wahrnehmung von Verzerrungen (Ähnlich zu Makuladegeneration)
  • Abnahme von Leuchtkraft und Helligkeit von Farben
  • Doppelbilder in einem Auge
  • und die Veränderung der erforderlichen Brillenglaswerte.
Die übliche Therapie bei Grauer Star ist die Operation in örtlicher Betäubung.
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Makuladegeneration & Grauer Star

Bedeutung und Herkunft

Ursprünglich bedeutete das Wort "Starr", also unbeweglich oder auch "fix". Dies kommt daher, weil ein vollständig erblindeter Betroffener nicht mehr in der Lage ist, etwas mit den Augen zu "Fixieren" - ein Starrer Blick, daher die heutige leicht abgewandelte Wortbedeutung "Star".
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Makuladegeneration & Grauer Star

Einteilung

Grauer Star wird grundsätzlich nach dem Ort der Trübung eingeteilt. Cataracta corticalis bedeutet eine Trübung der Linsenrinde. Cataracta subcapsicularis posterior bedeutet eine Trübung der Schicht unter der hinteren Linsenkapsel. Cataracta nuclearis bezeichnet einen sogenannten Kernstar.
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Makuladegeneration & Grauer Star

Ursachen

Das auffälligste Kriterium an einem Grauen Star sowie auch Makuladegeneration zu erkranken ist das Alter. Ursache in diesem Sinne ist eine Veränderung des Stoffwechsels in der Linse im Auge. Die Folge ist das typische Graue Star Merkmal, die Eintrübung der Augenlinse.

Prinzipiell jedoch kann Grauer Star aber auch Makuladegeneration in jedem Lebensalter auftreten. Grauer Star kann neben älteren Menschen ebenso Neugeborene oder Jugendliche treffen. Grauer Star kann erblich oder angeboren sein, und sich über viele Generationen halten. Ist der Graue Star nicht erblich bedingt, entsteht eine Eintrübung der Augenlinse, von der man annimmt, dass sie bereits im Mutterleib durch eine Virusinfektion entsteht. Am Häufigsten sind hierbei Röteln- oder Mumpsinfektionen während der Zeit der Schwangerschaft.

Grauer Star ist jedoch nicht in jedem Fall die Folge eines durch das Alter veränderten Stoffwechsels, die Augenerkrankung kann auch durch verschiedene Schädigungen der Augenlinse hervorgerufen werden. UV-Strahlung kann die Augenlinse schädigen und ebenso verschiedene Erkrankungen, sowie Medikamente, so beispielsweise Kortison. Auch wurden die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus oder Dialyse-Patienten im Zusammenhang mit Grauem Star beobachtet Weitere Möglichkeiten, einen Katarakt / Grauen Star zu erwerben, sind Verletzungen im Auge, Röntgen- oder Infrarotstrahlen, oder auch eine Blitzeinwirkung. Auch die angesprochene Makuladegeneration kann zu einer zusätzlichen Verschlechterung des Sehens bei Grauem Star führen.
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Makuladegeneration & Grauer Star

Häufigkeit

Grauer Star wird nahezu bei allen über 65-jährigen (auch ein häufiges Alter bei Makuladegeneration Betroffenen) festgestellt, zumindest einen beginnenden, der unter Umständen jedoch noch nicht bemerkt wird. Im Alter Zwischen 65 und 75 Jahren haben ca. 100% der Bevölkerung Grauen Star, wobei 50% hiervon Sehstörungen bemerken, wenn das 75. Lebensjahr erreicht wird.
(Quelle: Universitätsklinikum Greifswald (Thema Grauer Star))
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Makuladegeneration & Grauer Star

Wann sollte operiert werden?

Der richtige Zeitpunkt für die Operation von Grauem Star sollte gemeinsam mit dem Augenarzt besprochen werden. Für diese Frage ist es unter anderem entscheidend, über welche Sehschärfe das betroffene Auge noch verfügt und wie gut der Betroffene mit seiner reduzierten Sehleistung im Alltag, bzw. im Berufsleben noch zurechtkommt. Gleiches gilt auch bei Makuladegeneration.

Solange Grauer Star nur leicht ist, ist es oftmals möglich, die durch diesen bereits reduzierte Sehschärfe durch neue Brillengläser wieder anzuheben. In weiter fortgeschrittenen Stadien von Grauem Star nützen Brillengläser in der Regel nicht mehr viel und es gilt abzuschätzen, ob angesichts der Beeinträchtigung beim Sehen, die Risiken von Grauen Star Operationen eingegangen werden sollten oder nicht. Je stärker das Augenlicht eingeschränkt ist, umso größer ist erfahrungsgemäß die Bereitschaft, sich hinsichtlich des Grauen Stars operieren zu lassen.

Ebenso spielt oftmals die Angst des Grauen Star Betroffenen vor der Operation eine wichtige Rolle, immerhin handelt es sich um eine Operation am Auge, das auch subjektiv meistens als das sensibelste Organ des Körpers empfunden wird. Die Angst vor der Grauen Star Operation oder vor Makuladegeneration ist manchmal sehr groß, zumal dann, wenn ein Grauer Star Betroffener beispielsweise von Bekannten erfahren hat, dass diese nach der OP Probleme hatten oder dass das Sehen nach der Grauen Star OP womöglich gar nicht besser war als vorher oder sogar schlechter als vorher.

Eine Verbesserung der Sehleistung nach einer Grauen Star Operation wird unter Umständen dann nicht eintreten, wenn bereits eine weitere Augenerkrankung vorliegt, die die Sehleistung reduziert, wie zum Beispiel eine Makuladegeneration, eine diabetische Netzhauterkrankung, ein Glaukom (Grüner Star), eine Sehnerventzündung oder -durchblutungsstörung oder auch funktionelle Veränderungen im Sehzentrum des Gehirns, wie beispielsweise nach einem Schlaganfall.

Die Empfehlung lautet, den wahrscheinlichen Nutzen gegen die Risiken im Einzelfall abzuwägen, bei Grauer Star ebenso wie bei Makuladegeneration. Insbesondere bei Vorhandensein nur noch eines sehtüchtigen Auges oder einer Vorerkrankung wie z.B. Makuladegeneration kommt dieser Abwägung eine elementare Bedeutung zu. Denn sollte nur noch ein Auge sehen und ein tatsächlich eintretendes Risiko dieses "letzte" Auge schädigen, so würde damit die gesamte Sehfähigkeit reduziert werden. Als Grauer Star Betroffener sollte man also genau nachfragen und auch wissen, dass jede Operation, Grauer Star wie Makuladegeneration, ein Risiko beinhaltet und man nicht automatisch davon ausgehen kann, dass man nach einer Grauen Star Operation besser sieht.
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Makuladegeneration & Grauer Star

Symptome

  • Verschwommensehen, Verschleiertsehen, kontrastarmes Sehen
  • Abnahme der Helligkeit und Leuchtkraft, bzw. Verblassen oder Vergilben von Farben
  • Blendungsempfindlichkeit, vor allem bei hellem Sonnenlicht oder beim Autofahren bei Nacht
  • Oftmals häufiges Verändern der Brillenstärke (siehe auch Makuladegeneration)
  • Lichtempfindlichkeit
  • Doppelbilder in einem Auge
  • Die Fähigkeit, räumlich zu sehen, wird mehr und mehr eingeschränkt (siehe auch Makuladegeneration)
  • Bei bestimmten Formen des Grauen Stars kann es zu einer Verbesserung der Sehfähigkeit im Nahbereich kommen, falls die Person zuvor weitsichtig war. Dies ist jedoch häufig nur von kurzer Dauer.

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Makuladegeneration & Grauer Star

Wie wird er diagnostiziert (festgestellt)?

Die Diagnose Grauer Star ist für den Augenarzt ein alltäglicher Routinevorgang. Grundsätzlich wird die Sehleistung des betroffenen Auges gemessen, nachdem die optimale Korrektur einer womöglich vorhandenen Fehlsichtigkeit durch Grauen Star mit Messgläsern ermittelt wurde. Sollte die Sehleistung unter normal liegen, wird zusätzlich mit einer so genannten Spaltlampe, einem Untersuchungsmikroskop, die Linse untersucht. Die Spaltlampe erzeugt einen optischen Schnitt durch die Linse und der Augenarzt kann dadurch Trübungen (wie zum Beispiel durch Grauen Star) sehr genau erkennen. Ähnliche Untersuchungsverfahren werden auch bei der Makuladegeneration angewendet. Ein weiter fortgeschrittener Grauer Star ist meist schon mit dem bloßen Auge erkennbar.
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Makuladegeneration & Grauer Star

Welche Erfolgsaussichten hat die Operation?

Graue Star Operationen sind grundsätzlich erfolgreich, das heißt, es gelingt grundsätzlich, die Linse zu entfernen so heißt es. Graue Star Operationen sind jedoch nicht immer erfolgreich, wenn man fragt, ob der Operierte aufgrund der Grauen Star OP wieder besser sehen kann. Ca. 90-95% der Operierten können nach der Grauen Star OP wieder besser sehen. In den anderen Fällen liegt trotz der Operation die gleiche Sehschärfe vor oder schlimmstenfalls sogar eine Verschlechterung aufgrund der Grauen Star Operation. Insbesondere bei bereits vorhandener Makuladegeneration oder anderen krankhaften Veränderungen der Netzhaut ist hier Vorsicht geboten, siehe auch ganz oben im Abschnitt zur Gefährlichkeit Grauer Star Operationen bei vorliegender Makuladegeneration.
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Makuladegeneration & Grauer Star

Wie muss man sich auf die Operation vorbereiten?

Vor einer Grauen Star OP wird zuerst der allgemeine Gesundheitszustand ermittelt, denn sollte dieser deutlich schlechter sein als normal, kann das ein erhöhtes Risiko für die Sehfähigkeit nach der Grauen Star OP bedeuten. Besonders bei vorhandenen Vorerkrankungen wie z.B. Makuladegeneration ist Vorsicht geboten. Siehe auch Grauer Star und Makuladegeneration: Fazit

In der Regel wird zuerst das eine Auge operiert, dann, nach einer gewissen Pause das andere. Diese Vorgehensweise ist wohl darauf zurück zu führen, dass man abwartet, ob die Graue Star OP des ersten Auges gut verlaufen ist.

Aufgrund der kurzen Operationsdauer von etwa 15 bis 20 Minuten wird meistens nur eine örtliche Betäubung vorgenommen. Üblicherweise wird ein leichtes Beruhigungsmittel verabreicht und selbstverständlich werden während der Operation Grauer, Star Kreislauf, Puls usw. mittels EKG überwacht.
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Makuladegeneration & Grauer Star

Einsatz von Kunstlinsen

Warum wird bei der Grauen Star Operation eine Kunstlinse eingesetzt? Ziel ist, die brechende Wirkung der ehemals transparenten natürlichen Augenlinse zu ersetzen. Würde keine "Ersatzlinse" eingesetzt werden, so wäre das Auge ca. 15 Dioptrien weitsichtig und bräuchte in der Folge eine Korrektur in dieser Höhe. Früher war es üblich, eine so genannte Starbrille tragen zu müssen, eine sehr starke Brille für Graue Star Betroffene.

Mit der Kunstlinse kann eine vorher vorliegende Fehlsichtigkeit des Patienten mit Grauem Star gleich mit korrigiert werden. Das ist nicht immer hinreichend genau möglich, jedoch ist die nach der Grauen Star Operation resultierende Fehlsichtigkeit so meist geringer als zuvor.
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Makuladegeneration & Grauer Star

Multifokallinsen

Eine solche Linse hat zwei Hauptbrennpunkte, einen für Fernsicht und einen für Nahsicht. Das einfallende Licht wird somit anders verteilt und über mehrere Brennpunkte gestreut. Oftmals optimal für Graue Star Betroffene. Dies ermöglicht ein scharfes Sehen in beinahe allen Entfernungen. Jedoch entsteht durch die Verteilung des Lichtes ein Kontrastverlust. Dieser führt hauptsächlich in der Dämmerung dazu, dass Lichtquellen etwas verzerrt wahrgenommen werden können.
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Makuladegeneration & Grauer Star

Wie läuft eine Operation ab?

Nach heutigem medizinischem Stand kommt bei Grauem Star hauptsächlich die extrakapsuläre Operationstechnik zur Anwendung.

Bei dieser Methode einer Grauen Star Operation wird hauptsächlich das so genannte Phakoemulsifikation's Verfahren angewendet. Bei dieser heute modernsten Art der Grauen Star Operation, wird die Linsenkapsel vorne scheibenförmig geöffnet. Dieser nur wenige Millimeter große Schnitt ermöglicht den Zugang. Anschließend wird der innere, härtere Linsenkern mit Hilfe von Ultraschall-Strahlen verkleinert, verflüssigt und mit der weicheren so genannten Linsenrinde abgesaugt. Für den nun entleerten Linsenkapselsack stehen 2 Vorgehensweisen zur Verfügung. Entweder der vorhandene Schnitt wird leicht vergrößert und eine härtere Plexiglas Linse eingesetzt oder es wird eine weiche, gefaltete künstliche Linse vor oder hinter die Pupille, je nach Vorgehensweise, eingeschoben, entfaltet und fixiert. Die Linse verbleibt dort lebenslang. Grundsätzlich sei gesagt: Sollten beide Augen von Grauem Star betroffen sein, wird in der Regel trotzdem zuerst nur ein Auge operiert. Die zweite Graue Star Operation kann dann einige Zeit später durchgeführt werden.
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Makuladegeneration & Grauer Star

Nach der Operation?

Die Operation bei Grauem Star dauert meist nicht länger als 15 bis 20 Minuten. Sowohl bei Grauer Star als auch bei Makuladegeneration sollte der Patient in den Folgewoche der OP möglichst auf folgendes Verzichten:

  • Schwere Körperliche Arbeit oder Leistungssport
  • Schwimmen, Baden, Sauna
  • Druck oder Reibung auf das Auge ausüben
  • Schützen Sie sich vor Sonnenlicht und vor Zug
  • Nach ca. vier bis sechs Wochen kann eine neue Brille individuell angepasst werden
  • Großer psychischer Streß - siehe auch Makuladegeneration
Eine vollständige Heilung ist meistens nach etwa vier bis sechs Wochen nach der Augen Operation zu erwarten.
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Makuladegeneration & Grauer Star

Was Sie tun können?

Egal wie harmlos eine Operation bei Grauem Star oder bei Makuladegeneration auch erscheinen mag, sie stellt immer einen Eingriff in das menschliche System dar und so schwächt sie meist in einem nicht unerheblichen Maß mehr oder weniger die Widerstandskraft des Auges. Im Zweifel sprechen Sie mit Ihrem Augenarzt über die Operation bei Grauem Star.

Doch auch bei der täglichen Körperpflege, wie duschen oder Haare waschen, ist in der Anfangszeit nach der Grauen Star Operation besondere Vorsicht geboten. Sie sollten sich auch nach einer Operation im Besonderen vor Sonnenlicht schützen. Siehe auch Makuladegeneration.
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Makuladegeneration & Grauer Star

Verändert sich das Sehvermögen nach der Grauen Star Operation?

In dem meisten Fällen bemerken Sie schon wenige Tage nach Ihrer Grauen Star Operation eine Verbesserung Ihres Sehvermögens.

Dennoch benötigen Sie auch weiterhin eine Brille für Nah bzw. Weitsicht.

Oftmals kann es jedoch auch nach Wochen oder Monaten zu einer erneuten Verschlechterung Ihres Sehvermögens kommen. Dieser so genannte Nachstar entsteht durch eine Eintrübung der hinteren Linsenkapsel.
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Makuladegeneration & Grauer Star

Komplikationen

Folgende Komplikationen sind bekannt:
  • Schmerzhaft Verletzungen der Hornhaut
  • Blutungen und Nachblutungen der Netzhaut
  • Riss der Linsenhinterkapsel
  • Augendruckerhöhung
  • Wassereinlagerung
  • Diverse Infektionen mit unbekannten Auswirkungen
  • Schwellung der Netzhaut
Seltener:
  • Netzhautablösung
  • Dauerhafter Sehverschlechterung
  • Erblindung
  • Verlust des Auges
Die Kunstlinse betreffend:
  • Allergische Reaktionen
  • Verrutschen der Linse im Auge
Hinweis: Dieser Abschnitt ist nur ein Auszug der bekanntesten Risiken, Nebenwirkungen und möglichen Komplikationen. Wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und empfehlen immer ein Gespräch mit Ihrem Augenarzt.
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Makuladegeneration & Grauer Star

Der Nachstar

Als Nachstar bezeichnet man die neue Eintrübung der im Auge verbliebenen Hinterkapsel der Linse. Die Sehkraft ist dann erneut herabgesetzt. Berichten zufolge dauert es etwa 3 bis 5 Jahre, bis zwischen 10 und 50 % aller Grauer Star Operierten an dem so genannten Nachstar erkrankt. Dies kann aber auch bereits nach wenigen Monaten geschehen. Besonders bei Jugendlichen ist die Nachstar-Rate (bis zu 95 %) sehr hoch. Die Definitionen des Nachstars variieren stark, daher die genannten größeren Schwankungen. Bis heute sind die genauen Zusammenhänge zwischen Grauer Star, Makuladegeneration und verschiedenen Ausprägungen eines Nachstars nicht vollständig ermittelt. Dieser so genannte Nachstar (Cataracta secundaria) kann mit Laser oder durch eine Operation behandelt werden. Folgende Behandlungsmethoden können angewandt werden:

  • Öffnung der Linsenhinterkapsel mittels
    1. Lasertechnik
    2. Operativem Eingriff
  • Polieren der Linsenhinterkapsel ebenfalls mittels operativem Eingriff
Bei dem erstgenannten Verfahren wird, nach örtlicher Betäubung, anhand einer so genannten Laser Spaltlampe der Laserstrahl gegen die Linsenhinterkapsel (die so genannte Membran)geführt und diese damit geöffnet, was zu einer deutlichen Visusverbesserung (Anstieg der Sehschärfe) führt.

Ein chirurgischer Eingriff funktioniert im Wesentlichen ähnlich.

Alternativ wurde versucht die Nachstarproblematik auf anderen Wegen zu minimieren. Unter anderem wurde versucht, die Eigenschaften der bei der Grauen Star Operation verwendeten Kunstlinsen (Intraokularlinsen (IOL)) zu verbessern.

(1) Quelle: http://www.katarakt.net/html/pco.htm
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Makuladegeneration & Grauer Star

Vorgehen bei vorhandener Hornhautverkrümmung

Das Hautproblem einer Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) liegt in der deformierten Hornhautoberfläche. Das eintretende Licht wird dadurch ungleichmäßig gebrochen, was zu einer Verzerrung beim Sehen führt. In Kombination mit Grauer Star oder Makuladegeneration wird dann das gesehene Bild noch zusätzlich verzerrt. Je nach Krankheitsbild lässt sich in manchen Fällen die Hornhautverkrümmung bei der Grauen Star Operation mit ausgleichen.

Alternativ lässt sich dies auch durch einen späteren kleinen Eingriff ambulant beheben, jedoch erst ca. 2 bis 3 Monate nach der letzter Grauen Star Operation.

Hierfür sind heute 2 Operationsvarianten gängig:
  1. RK (radiale Keratotomie) 1976 durch Dr. Svyatoslav Fyodorov in Russland entwickelt.
    Mittels ca. 4 bis 8 kleiner, sternförmiger Einschnitte in der Hornhaut, kann diese sich durch den Augeninnendruck nach außen wölben, eigenständig entspannen und damit die Brechkraft der Hornhaut reduzieren. Ebenso wie bei Grauer Star ist der Eingriff rein ambulant und dauert etwa 15 bis 20 Minuten.

    Auch hier empfiehlt es sich, auf Folgendes vorübergehend zu verzichten:

    • Schwere Körperliche Arbeit oder Leistungssport
    • Schwimmen, Baden, Sauna
    • Druck oder Reibung auf das Auge ausüben
    • Schützen Sie sich vor Sonnenlicht und vor Zug
    Ob zum Lesen oder Autofahren später eine zusätzliche Brille benötigt wird, muss Ihr Augenarzt entscheiden. Gleiches kann bei Makuladegeneration gelten.
  2. LASIK (Excimerlaserbehandlung) - LASIK = "LAser in SItu Keratomileusis"

    Diese moderne Laser Technik ist schonender für das Auge. Ein so genannter Excimer-Laser ermöglicht eine Mikrometer-genaue Abtragung der Oberfläche der Hornhaut.
Die Kosten:

Viele der gesetzlichen Krankenkassen tragen nur die Kosten für eine normale Operation bei Grauem Star. Die Kosten der Behandlung einer Hornhautverkrümmung (etwa 300 Euro pro Auge) muss der Betroffene in der Regel selber bezahlen. Am besten, Sie informieren sich bei Ihrer Krankenkasse, da die Bestimmungen bei Grauer Star und/oder Makuladegeneration sehr unterschiedlich sein können.
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Makuladegeneration & Grauer Star

Gibt es Spätrisiken?

Bereits seit etwa 1978 werden künstliche Linsen bei einer Grauen Star Operation eingesetzt und von den Patienten bis zum Lebensende getragen.
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Makuladegeneration & Grauer Star

Spürt man die künstliche Linse?

In der ersten Zeit nach der Operation kann sich z.B. durch Berühren des Auges ein kurzzeitiges Fremdkörpergefühl einstellen. Üblicherweise aber wird die Linse vom Grauen Star Betroffenen überhaupt nicht gespürt.
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Makuladegeneration & Grauer Star

Kostenerstattung durch die Krankenkasse?

Normalerweise wird heute die Graue Star OP mit einer Intraokularlinse grundsätzlich im Rahmen der medizinischen Leistungen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Allerdings unter Auflagen: Verschlechtert sich das Sehvermögen auf 60% oder weniger, liegt eine so genannte "medizinische Notwendigkeit" vor und die Kosten für eine Operation bei Grauem Star werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Multifokallinsen bei einer Grauen Star Operation fallen nicht unbedingt darunter und ein gesetzlich versicherter Betroffener muss ggf. seine Graue Star Operation komplett selbst bezahlen.

Da es jedoch lokale Unterschiede gibt und derzeit auch intensive Gespräche mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung bezüglich einer Regelung stattfinden, informieren Sie sich am besten bei Ihrer Krankenkasse.

Quelle: http://www.online-praxis.com/fachbereiche/cms.php?mid=1014&link;=
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Makuladegeneration & Grauer Star

Studien

Wir wurden in der Vergangenheit bereits öfter gefragt, ob eine ambulante Graue Star OP mit der Möglichkeit nach wenigen Stunden wieder zuhause sein zu können nicht vielleicht erhöhte Risiken birgt und sich diese nachteilig auf eine vorhandene Makuladegeneration auswirken können.

Wissenschaftler des internationalen Forschungsnetzwerks Cochrane Collaboration haben vorhandene Studien zusammengestellt und ausgewertet.

Das Ergebnis: Vier Monate nach der Grauen Star Operation hatten die Patientinnen und Patienten eine vergleichbare Sehschärfe, jedoch unabhängig davon, ob sie ambulant oder stationär im Krankenhaus operiert wurden. Bei den ambulant operierten Patienten traten temporäre Komplikationen etwas häufiger auf, sie nahmen aber keinerlei Einfluss auf den schlussendlichen Operationserfolg bei Grauem Star.

Es sei zu bemerken, dass diese Ergebnisse nur auf einer begrenzten Studie aufbauen und somit in der Realität stark variieren können.

Antioxidantien bei Grauer Star und Makeladegeneration:

Andere Studien kommen zu alarmierenden Ergebnissen bei Grauen Star Präparaten. So heißt es: "Studien der letzten Jahre belegen: Sie schaden mehr als sie nützen."

"Auch die propagierte Wirksamkeit hochdosierter Vergaben von Betacarotin, Vitaminen A, C und E allein oder in Kombination zur Verbesserung verschiedener Augenerkrankungen wurde vom gleichen Team untersucht. Fazit: Die genannten Vitamine schützen nicht, sondern können sogar eine Verschlechterung des Sehvermögens beim Grauen Star (Katarakt) bewirken. Auch ein altersbedingter, fortschreitender Sehverlust (Makuladegeneration) oder die degenerative Netzhautschädigung (Retinitis pigmentosa) lasse sich nicht aufhalten, schlossen die Autoren [1]."
(Quelle: http://www.heilpflanzen-welt.de/news/200908-Mythos-Antioxidantien.htm)
[1] NN: Vitamine A,C,E und Betacarotin: Wie nützlich sind Antioxidantien? (2), arznei-telegramm, 12/2003; 34: 111-3

Grauer Star und Rauchen:

Eine weitere Studie aus den 90er Jahren belegt die Zusammenhänge zwischen Tabakkonsum und Grauem Star. Zitat: "Die amerikanische Studie legt die Vermutung nahe, dass Rauchen zu Veränderungen der Linse führt, die sich nur zum Teil wieder zurückbilden. Anti-Raucher-Kampagnen sind nach Auffassung der Wissenschaftler auch im Zusammenhang mit Grauem Star von großer Bedeutung. Werden doch allein in den USA jährlich 1,35 Millionen Graue Star Operationen durchgeführt, die Kosten in Höhe von rund 3,5 Mrd. US $ verursachen."

Ähnliche Untersuchungen gibt es auch zum Thema Makuladegeneration.

(Quelle: Blauer Dunst, Deutsches Krebsforschungszentrum, Im Neuenheimer Feld 280, 69120 Heidelberg)
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