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Makuladegeneration & Bildschirmarbeit
Ist Bildschirmarbeit gefährlich, wenn eine Makuladegeneration bereits vorhanden ist?
Diese Frage ist eine der uns am häufigsten gestellten überhaupt. Wir denken, dass diese Frage auch tatsächlich eine hohe Wichtigkeit hat, denn viele von Makuladegeneration Betroffene sind noch berufstätig oder arbeiten privat am Computer und das oft mehrere Stunden am Tag.
Laut Pharmazeutischer Zeitung gehört Bildschirmarbeit heute für über 21 Millionen Beschäftigte in Deutschland zu ihrer täglichen Arbeit
Und inzwischen haben uns doch recht viele Betroffene berichtet, sie haben das Gefühl, Bildschirmarbeit habe ihren Augen bereits geschadet, manche behaupteten uns gegenüber sogar, der Computer habe sie das Augenlicht gekostet.
Das war für uns der Anlass, der Problematik Makuladegeneration und Bildschirmarbeit deutlich mehr Zeit und eine eigene Seite zu widmen. Wir haben in der Literatur und im Internet recherchiert und einiges Interessante heraus gefunden.
Unser Ergebnis:
Bildschirmarbeit scheint bei bestehender Makuladegeneration prinzipiell nicht riskant zu sein aber wenn man das individuell gesunde Maß dabei überschreitet, dann kann sie durchaus gefährlich werden. Das gesunde Maß kann sehr schnell überschritten werden.
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Wann ist das gesunde Maß überschritten und woran kann man das erkennen?
Die Pharmazeutische Zeitung schreibt, dass laut einer Untersuchung bereits nach 3 Stunden Computerarbeit fast 80 Prozent der Befragten über Beschwerden an Augen und Rücken klagten. Diese Symptome wiesen darauf hin, dass ein Missverhältnis zwischen Sehanforderung und Sehvermögen bestünde, so die Studie.
Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz erläutert, das eine Überbeanspruchung der Augen sich durch Brennen, Jucken, Rötungen, unscharfes Sehen, Doppelbilder oder Kopfschmerzen am häufigsten äußert. Gerade bei Betroffenen von Makuladegeneration halten wir dies für sehr bedenklich.
Wir empfehlen allen Betroffenen von Makuladegeneration- mindestens alle 1 bis 2 Stunden eine Pause einzulegen um Ihre Augen nicht zu stark zu belasten, ggf. auch öfter. Ihr persönliches Empfinden ist dabei das wichtigste Kriterium.
Der Arbeitsmediziner Dr. Fischer rät außerdem bewusstes, regelmäßiges "in die Ferne" blicken. Das bedeute etwa 1 Minute ein Ziel in mindestens 6 Meter Entfernung anblicken und dessen Konturen betrachten. Dies regelmäßig in den Arbeitsablauf eingestreut, könne für eine deutliche Entlastung der Augen sorgen. Wir haben auch noch den Hinweis gefunden, mehrmaliges festes schließen und öffnen der Augen könne zusätzlich entlasten.
Weitere Empfehlungen für Betroffenen von Makuladegeneration haben wir für Sie am Ende dieses Textes zusammen getragen.
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Warum ist Bildschirmarbeit bei einer bestehenden Makuladegeneration so gefährlich?
Das Kuratorium Gutes Sehen erläutert, das pro Tag der Blick von Bildschirmbenutzern rund 30.000-mal zwischen Manuskript, Tastatur und Monitor hin und her wechselt.
Die Optikerinnung Wien erläutert, dass auch das Austrocknen des Auges ein erhebliches Problem darstelle. Das intensive Ansehen eines Monitors verringere die Lidschlagfrequenz des Auges von etwa zehn pro Minute auf etwa drei bis vier Lidschläge. Die Benetzung des Auges nehme ab und es beginne auszutrocknen.
Wir vermuten, für Patienten mit Makuladegeneration kann dies zu einer weiteren erheblichen Belastung führen.
Dr. Wolfgang Oestreich schreibt darüber hinaus, dass ein klarer Zusammenhang zwischen der Zunahme von Kurzsichtigkeit und einer Bildschirmnutzung gesehen werde.
Außerdem haben wir recherchiert, das Experten schon lange warnen, die bei Bildschirmarbeit dauernde Scharfstellung der Linse auf Nahsicht (Nahakkommodation) könne eine Kurzsichtigkeit von etwa einer halben Dioptrie nach sich ziehen.
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Gibt es fundierte Studien zum dazu? Wir haben für Sie recherchiert.
Bei einer Studie der Frankfurter Universität im Jahr 1998 wurde festgestellt, dass mit der Dauer der Bildschirmarbeit auch die Augenbeschwerden zunehmen. Die Studie sagt weiter, dass auch speziell ältere Menschen über 45 Jahre deutlich stärker über Beeinträchtigungen beim Sehen klagen als jüngere. Auch die Häufigkeit zu Bildschirmarbeiten eine Brille tragen zu müssen steige über 45 Jahre stark an. Wir werden die Studien, gerade im Hinblick auf Makuladegeneration, weiter für Sie verfolgen.
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Wie kann man seinen Computer-Platz so einrichten, dass es den Augen möglichst nicht schadet - besonders bei Makuladegeneration?
Nachfolgend haben wir versucht, die Hinweise aus der Literatur und aus Studien für Sie zusammen zu stellen. Wir haben teilweise auch Hinweise von Betroffenen mit Makuladegeneration aus deren eigener Praxis mit einfließen lassen.
Der Verlag Springer Medizin hält folgende Punkte für besonders wichtig:
- Bei Neigung zu trocknen Augen, kann es hilfreich sein, die Luft im Arbeitszimmer zu befeuchten
- Augenabstand von etwa 60 bis 80 cm zum Monitor einhalten.
Je größer der Bildschirm, desto größer der Abstand.
- Der Bildschirm sollte, wenn möglich, im rechten Winkel zum Fenster stehen
- Spiegelungen und Reflektionen im Monitor möglichst vermeiden.
Besonders wenn Sie an Makuladegeneration leiden.
Laut Pharmazeutischer Zeitung Online sollte man auch auf folgende Punkt achten:
- Optimal ist ein Arbeitsplatz mit Tageslicht
- Helle Reflexe auf dem Bildschirm und auf dem Arbeitstisch vermeiden
- Sehr helle Tapeten und Möbeloberflächen können ebenfalls reflektieren
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Worauf muss ich sonst noch achten um mich besonders bei Makuladegeneration bestmöglich zu schützen?
In der Bildschirmarbeitsverordnung von 1996 und bei der Bundesanstalt für Arbeit haben wir noch folgende Tipps und Hinweise für Sie gefunden:
- Die auf dem Bildschirm dargestellten Zeichen müssen scharf, deutlich und ausreichend groß sein.
- Sehr schwacher Kontrast oder zu geringe Helligkeit vermeiden.
- Regelmäßige Erholungspausen (min. alle 2 Stunden) einhalten.
Das
Monitor Magazin empfiehlt etwa alle 30 Minuten die Arbeit vor dem Monitor für einige Minuten zu unterbrechen. Wir glauben, dass speziell Patienten mit vorhandener Makuladegeneration sehr häufig Pausen einlegen sollten.
Um Ihre Augen zusätzlich zu entlasten hier noch einmal die Hinweise des Arbeitsmediziners Dr. Fischer:
- Den Blick bewusst öfter vom Monitor nehmen und "in die Ferne blicken".
Das hieße, so Dr. Fischer, etwa 1 Minute ein Ziel in mindestens 6 Meter Entfernung anblicken und dessen Konturen betrachten. Dies in den Arbeitsablauf eingestreut, könne für eine deutliche Entlastung der Augen sorgen.
Wir hoffen Ihnen mit diesen Hinweisen helfen zu können, Stress und Überlastung Ihrer Augen bei Makuladegeneration etwas zu verringern. Wir sind der Meinung, bei Anzeichen wie Augenbrennen oder Tränen, Sehstörungen oder Kopfschmerzen sollte man möglichst sofort mit der Bildschirmarbeit aufhören. Auch denken wir, dass man bei einer bestehenden Makuladegeneration viel vorsichtiger mit seinen Augen umgehen sollte als man vielleicht glauben mag. Seine eigene Bildschirmarbeit zu reduzieren mag schwer fallen aber Ihr Augenlicht später wieder herstellen zu müssen ist sicherlich noch viel schwerer.
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