Buch "Makuladegeneration" (148 S.)
Alles über Makuladegeneration und die aktuellen Therapien aus Schul- und Alternativmedizin, deren Aussichten, Risiken und Erfolge. Zusammenfassung von über 3.000 Patientenerfahrungen.
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Therapien aus Schul- und Alternativmedizin. Was
sagen Betroffene zu Wirksamkeit und Risiken.
Die effektivsten Therapien
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Makuladegeneration & Ernährung
Kann die richtige Ernährung helfen, eine Makuladegeneration positiv zu beeinflussen?
Was soll man von Vitaminpräparaten halten? Können meine Essgewohnheiten meine Makuladegeneration verschlimmern? Zahlreiche Makuladegeneration-Betroffene haben sich in den letzten Monaten an uns gewandt, mit diesen oder ähnlichen Fragen. Wir haben für sie recherchiert und für Betroffene interessante Ergebnisse zusammengetragen
Unser Ergebnis: Eine bestimmt Art sich zu ernähren kann, Studien zufolge, durchaus den Verlauf einer Makuladegeneration beeinflussen.
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Was sagen Studien zum Zusammenhang von Ernährung und Makuladegeneration?
Juni 2010:
Eine britische Studie namens "The Nutritional Properties and health Benefits of Eggs", veröffentlich im Juni 2010, beschreibt wie die Carotinoide Lutein und Zeaxanthin aus dem Eigelb sich in der Makula ablagern können und dort als Antioxidanzien wirken, das heißt, so wird beschrieben, sie schützen das Auge vor Schädigungen. Weiter heißt es, dies könne möglicherweise helfen, einer Makuladegeneration vorzubeugen.
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Welche Art Nahrungsmittel haben einen Einfluss auf eine bestehende Makuladegeneration?
Die Tufts-Universität in Boston beschreibt in einer Studie, dass der so genannte glykämische Index Einfluss auf den Verlauf einer bestehenden Makuladegeneration haben kann. Der glykämische Index beschreibt, wie schnell der menschliche Körper kohlenhydratreiche Nahrung verwerten kann. Nahrungsmittel mit einem hohen Index, wie zum Beispiel Weißbrot, Pommes frites oder gesüßte Getränke lassen den Blutzuckerspiegel sehr schnell ansteigen.
Es zeigte sich, so die Studie, dass Betroffene, die hauptsächlich Nahrungsmittel mit einem hohen glykämischen Index aßen, ein um 17 Prozent höheres Risiko für ein Fortschreiten der Makuladegeneration hatten.
Ein Speiseplan mit einem niedrigen glykämischen Index, der den Blutzucker nur langsam steigen lässt, scheint die Augen zu schützen.
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Ist Fisch wirklich so gesund bei Makuladegeneration?
Die gleiche Studie aus Bosten stellte außerdem fest, dass die so genannten Omega-3-Fettsäuren ebenfalls den Verlauf eine Makuladegeneration verlangsamen können. Diese sind besonders in Makrelen, Lachs, Hering und Thunfisch enthalten. Es wird daher geraten, zwei- bis dreimal in der Woche einen dieser fettreichen Fische zu essen und möglichst auch pflanzliche Öle wie Lein- und Rapsöl zu verwenden.
Evolutionsforscher gehen davon aus, dass sich das Gehirn und das komplexe Nervensystem des Menschen nur aufgrund einer hohen urzeitlichen Versorgung mit Omega-3 Fettsäuren zur jetzigen Komplexität und Leistungsfähigkeit ausbilden konnten. Bis heute ist das Gehirn das Organ des Körpers mit dem höchsten Bedarf an Omega-3 Fettsäuren geblieben. Da die Augen entwicklungsgeschichtlich ein Teil des Gehirns sind,
ist ein positiver Einfluss von Omega-3-Fettsäuren auf den Verlauf einer Makuladegeneration gut vorstellbar.
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Welche Vitamine sind wirklich wichtig bei Makuladegeneration und wo finde ich sie?
Professor Dr. Gabriele Lang von der Universitäts-Augenklinik ist der Meinung, dass eine ausreichende Versorgung mit Lutein von größter Bedeutung sei um einer Makuladegeneration vorzubeugen. Lutein, so heißt es, filtere das in das Auge einfallende Licht und wirke quasi als "innere Sonnebrille", um somit die Netzhaut vor Schäden zu schützen. Da der Körper es nicht selbst bilden könne, müsse es über die Ernährung oder durch Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden.
Das "Lutein Informations-Büro" rät, ein große Schale frischer Spinat täglich. Das entspreche ungefähr der von Experten empfohlenen Mindestmenge von 6 mg Lutein täglich.
Mediziner empfehlen neben Spinat vor allem Rosenkohl, Brokkoli oder Grünkohl als Luteinquelle. Weitere Details zu
"Lutein und Makuladegeneration" haben wir für Sie zusammengetragen. Sie finden Sie
hier.
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Sind Vitaminpräparate gut bei Makuladegeneration oder eher eine Gefahr?
Das US-National Eye Institute veröffentlichte vor einigen Jahren eine Studie (AREDS) die zu dem Ergebnis kam, eine hoch dosierte Therapie mit Antioxidanzien (wie beispielsweise bestimmte Vitamine und Mineralstoffe) könne das Risiko einer fortgeschrittenen Makuladegeneration um 25 Prozent senken.
Die in der Studie benutzte Vitaminzusammensetzung wurde jedoch im gleichen Atemzug wieder relativiert, da sie zu einer möglichen Anämie (Blutmangel, Blutarmut) und bei Rauchern zu vermehrter Krebsbildung (siehe auch nächste Frage) führen könne. Aus den Ergebnissen dieser Studie resultierte die Empfehlung der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln für Betroffene von Makuladegeneration. In Deutschland habe sich diese Empfehlung bezüglich Makuladegeneration dennoch nicht durchgesetzt heißt es.
Bei der American Heart Association wurde eine Studie vorgestellt, die belegt, dass die Einnahme von Vitamin E in einer
stark erhöhten Dosierung, lebensgefährlich sein könne.
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Wenn ich Raucher bin, muss ich bei Nahrungsergänzungsprodukten etwas beachten?
Dr. med. C. E. Uhlig vom Universitätsklinikum Münster gibt noch einen wichtigen Hinweis: "Da Raucher, die β-Carotin als Nahrungsergänzung zu sich nahmen, vermehrt an Lungentumoren erkrankten, wird Rauchern von der Einnahme von β-Carotin abgeraten!"
Unsere detaillierten Recherchen zum Thema
"Rauchen und Makuladegeneration" finden sie
hier.
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Sollte ich also bei Makuladegeneration Vitaminpräparate einnehmen?
Die so genannte Rotterdam-Studie, so kann man lesen, ergab im Gegensatz zur erwähnten ARED-Studie, dass die Zufuhr von Nahrungsergänzungsmitteln keinerlei Einfluss auf das Risiko einer Makuladegeneration hatte.
Eine überdurchschnittliche Zufuhr von Vitaminen ergebe bis zu 35 % weniger Makuladegenerations-Erkrankte heißt es. β-Carotin, Vitamin C und E sowie Zink seien am besten geeignet um einer Makuladegeneration vorzubeugen. Das Ergebnis der Studie deutet darauf hin, dass eine gesunde Ernährung den gleichen Effekt wie Vitaminpräparate haben könne.
Grundsätzlich scheint es also sinnvoll zu sein, sich hauptsächlich über eine gesunde Ernährungsweise ausreichend mit den benötigten Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen, um eine bestehende Makuladegeneration möglichst positiv zu beeinflussen bzw. der Entstehung einer Makuladegeneration vorzubeugen.
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Was also sollte ich essen, wenn ich unter Makuladegeneration leide?
Es heißt, zu den empfehlenswertesten Nahrungsmitteln zählen:
- Vollkornprodukte (niedriger glykämischer Index + Vitamin E)
- Pflanzliche Öle, z. B. Leinöl, Rapsöl, Walnussöl, etc. (Omega-3-Fettsäuren + Vitamin E)
- Eier (Vitamin E)
- Nüsse (Vitamin E)
- Fisch, z. B. Lachs, Hering, Makrele, Thunfisch etc. (Omega-3-Fettsäuren)
Ebenso wegen des hohen Gehaltes von Zink empfehlen sich:
- Rotes Fleisch
- Geflügel
- Fisch
- Vollkorn- und Milchprodukte
β-Carotin und Vitamin C finden sich in:
- Karotten
- Kohl
- Spinat
- Zitrusfrüchte und Fruchtsäfte
- Grüner Pfeffer
- Brokkoli
- Kartoffeln
Lutein ist enthalten in:
- Spinat
- Rosenkohl
- Brokkoli
- Grünkohl
Bereits 1998 startete die Deutschen Gesellschaft für Ernährung die Kampagne "5-a-day: 5mal täglich Obst und Gemüse" um die Deutschen zu motivieren sich gesünder zu ernähren. Wahrscheinlich ist nicht jeder in der Lage, dieser Empfehlung immer nachkommen zu können aber unsere Recherchen legen nah, das eine bewusstere Ernährung dazu beitragen kann, eine bestehende Makuladegeneration positiv zu beeinflussen.
Wichtiger Hinweis: Diese Empfehlungen bei Makuladegeneration sind nur allgemeiner Art und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder eines Ernährungsberaters. Weiterhin sollten Sie nicht ohne vorherige Absprache mit Ihrem Arzt grundlegende Änderungen ihrer Ernährungsweise vornehmen, wenn Sie sich krankheitsbedingt (z. B. bei Diabetes, Darmerkrankungen, etc.) auf spezielle Art und Weise ernähren.
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