Makuladegeneration
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Vitamine und Ernährung


Anwendungsgebiet: Trockene und feuchte Makuladegeneration
aktualisiert 11.04.2016

Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sind Nahrungsergänzungsmittel Produkte, die aus Nährstoffen oder sonstigen Stoffen mit ernährungsspezifischer oder physiologischer Wirkung in konzentrierter Form bestehen. Das können Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, Aminosäuren, aber auch Ballaststoffe, Pflanzen oder Kräuterextrakte sein. Diese können synthetischen (industriellen) oder natürlichen Ursprungs sein.

Diese Stoffe sind grundsätzlich wichtig für viele biochemische und physiologische Vorgänge im menschlichen Körper und im Besonderen auch im Auge. Sie bestimmen bzw. beeinflussen dort maßgeblich den Zellstoffwechsel und das geregelte Zellwachstum und sollen zudem die Zellen vor äußeren Einflüssen schützen.

Einige Vitamine verfügen über sogenannte antioxidative Eigenschaften und haben dadurch die Möglichkeiten, Schäden durch freie Radikale vorzubeugen. Freie Radikale sind bestimmte Moleküle, deren zerstörerische Wirkung in erster Linie gegen Fettsäuren in den Zellmembranen oder der DNA in den Zellen gerichtet ist. Diese Schädigungen können letztendlich zum Untergang der betroffenen Zellen führen.

Die Entstehung von freien Radikalen wird insbesondere durch Licht und Sauerstoff begünstigt. Damit ist das Auge wegen seiner besonderen Beziehung zum Licht sowie seiner äußerst guten Sauerstoffversorgung genau das Organ, das am stärksten den Angriffen der freien Radikalen ausgesetzt ist. Denn die Netzhaut ist sehr reich an ungesättigten Fettsäuren - dem wichtigsten Angriffsziel der freien Radikale.

Umgekehrt ist das Auge aber auch dieser besonderen Belastung bestens angepasst, indem es über die höchste Konzentration von Antioxidantien im gesamten Organismus verfügt.

Aus diesen Sichtweisen heraus erklären sich medizinische Versuche, den Krankheitsverlauf einer MD mit Vitaminen oder Mineralstoffen positiv zu beeinflussen.

Dr. Andreas Berke schreibt in seiner Veröffentlichung "Vitamine und Auge" in Optometrie 2001, es sei festgestellt worden, dass längere Mangelzustände z.B. an Vitamin A schließlich zu einer Degeneration der Netzhaut führten. Aus dieser Sichtweise heraus erklären sich medizinische Versuche, den Krankheitsverlauf einer MD mit Vitaminen oder Mineralstoffen positiv zu beeinflussen.

In einer Studie, der so genannten Rotterdamer Studie, die 2005 vorgelegt wurde, ging es generell um die Risikofaktoren für die Gesundheit älterer Menschen. Über 8.000 Personen wurden über längere Zeit unter anderem auch über ihr Ernährungsverhalten befragt. Personen, die bei der Einnahme von Betakarotin, Vitamin C und E sowie Zink über die Nahrung über dem Durchschnitt lagen, erkrankten zu 35% seltener an AMD. Eine Prophylaxe mit vitaminreicher Ernährung erschien demnach sinnvoll.

Aus diesen Betrachtungsweisen und Erkenntnissen heraus, scheint es sinnvoll, Nahrungsergänzungsmittel regelmäßig einzunehmen. Aber ist das wirklich so sinnvoll und so ungefährlich, wie man es gemeinhin annimmt?

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