Makuladegeneration
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Lucentis - Eylea - Avastin


Anwendungsgebiet: Feuchte Makuladegeneration
aktualisiert 25.02.2016

Aufgrund der Patientenberichte sind VEGF-Hemmer das "beste Verfahren" der Schulmedizin, welches jedoch insgesamt, auch vom Ausmaß der erreichten Sehverbesserungen her, nicht die gleichen Erfolge, wie das "beste Verfahren" der Alternativmedizin hat.

Die effektivsten Therapien aus Schul- und Alternativmedizin bei Trockener und Feuchter AMD

2004 wurde der Öffentlichkeit ein völlig neues Behandlungsprinzip der feuchten Makuladegeneration vorgestellt. Mit der Entwicklung von sogenannten Gefäßwachstumshemmern (Anti-VEGF-Therapie) wurde 2004 somit eine neue Ära eingeläutet und die PDT als bisher wirksamstes schulmedizinisches Verfahren abgelöst. Mittlerweile gibt es dort verschiedenste Präparate mit unterschiedlichem Wirkungsspektrum.

Seit dem 17.12.2004 ist das Medikament Macugen (Pegaptanib) in Amerika für die Behandlung bestimmter Formen der feuchten Makuladegeneration zugelassen. Das Medikament wurde von der Firma EyeTech entwickelt und vom Pharmaunternehmen Pfizer vertrieben. Die Zulassung für den deutschen bzw. europäischen Markt erfolgte Anfang des Jahres 2006. Ähnliches gilt für das Medikament Lucentis (Ranibizumab), das von der Firma Genentech entwickelt wurde und für das der Pharmakonzern Novartis den Vertrieb übernimmt. Für dieses besteht seit dem 23.01.2007 eine Zulassung für Europa. In den USA wurde Lucentis bereits im Juni 2006 zugelassen, ca. zwei Monate später auch in der Schweiz und war dadurch auch schon in Deutschland beziehbar.

Seit Ende 2012 ist es ein neues Präparat namens Eylea (Wirkstoff Aflibercept) in Deutschland zur Behandlung der feuchten Makuladegeneration zugelassen. Die Vermarktung von Eylea teilen sich die US-Firma Regeneron Pharmaceuticals und Bayer, die in Kooperation Eylea entwickelt haben. Eylea hat bereits im Jahr 2011 die Zulassung durch die US-Gesundheitsbehörde FDA (Food and Drug Administration) für die USA erhalten.

Macugen und Lucentis wurden von der Augenklinik des Universitätsklinikums Bonn untersucht. Dessen Direktor, Prof. Dr. med. Frank G. Holz, war sofort der Meinung, dass Macugen und Lucentis potenziell den bisherigen Therapien überlegen sein könnten.

Doch auch diese Medikamente sind nicht das allseits erhoffte Heilmittel bei Makuladegeneration. Die Anti-VEGF-Therapien führen primär nicht zu einer dauerhaften Deaktivierung der krankhaften Gefäßneubildungen und der feuchten Makuladegeneration, schon gar nicht zu einer Heilung. Sie dienen vielmehr dazu, den dauerhaften strukturellen Schaden der Erkrankung zu minimieren. Dies geschieht dadurch, dass die aktive Phase der feuchten Makuladegeneration mit Injektionsbehandlungen stabilisiert bzw. begrenzt wird. Ziel ist es hierbei, durch die Reduktion des Netzhautödems und Hemmung der weiteren Gefäßneubildung, das Fortschreiten des Schädigungsprozesses zu minimieren. Die notwenige Dauer dieser Maßnahme ist individuell und nicht vorhersagbar. Sie kann sich über mehrere Jahre erstrecken.

Die Anwendung von diesen Präparaten soll die Ausschüttung des sog. VEGF (vascular endothel growth factor) Hormons hemmen. Dabei soll Macugen eine bestimmte Form und Lucentis und Eylea (bzw. Avastin) alle Isoformen des Wachstumsfaktors VEGF blockieren. D.h., es sollen dadurch weniger Hormone ausgeschüttet werden, die ansonsten das unerwünschte Gefäßwachstum und die größere Durchlässigkeit der Gefäßwände fördern. Demnach sollen dadurch die sogenannten Neovaskularisationen ("unerwünschte" Gefäßneubildungen) und deren mögliche Folgen, wie sie bei feuchter Makuladegeneration auftreten, beeinflusst werden. Zusätzlich zum VEGF soll Eylea sich außerdem an andere Proteine wie z. B. den plazentaren Wachstumsfaktor (placental growth factor, PlGF), binden können, das ebenfalls am Wachstum von Blutgefäßen beteiligt ist, so die Aussage des EPAR (European public assessment report) des Committee for Medical Products for Human Use (CHMP), die Eyelea dahingehend untersucht haben eine Marktzulassung zu erhalten.

Wie bei der Laserung und der PDT findet auch hier zuerst eine Untersuchung der Netzhautgefäße mit der Fluoreszenzangiographie statt, um beurteilen zu können, ob eine Anwendung letztendlich sinnvoll sein kann. Zur Verlaufs- und Erfolgskontrolle wird auch mittels OCT eine Schichtaufnahme der Netzhaut angefertigt.

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