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Makuladegeneration
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Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) - Ursachen

Die Ursachen von Makuladegeneration sind nicht eindeutig geklärt. Es gibt eine Reihe von möglichen Ursachen/Risikofaktoren, die das Entstehen oder Voranschreiten einer Makuladegeneration begünstigen.

aktualisiert am 08.05.2018

Pommes, Schokolade, Ketchup & Co enthalten kaum wichtige Nährstoffe für die Gesunderhaltung der Augen.
Schlechte Ernährung fördert schädliches Übergewicht (Fettleibigkeit) und Bluthochdruck. Beides kann ursächlich für eine Makuladegeneration sein.
© SOS Augenlicht e.V.

Makuladegeneration Ursachen nicht eindeutig

Die Ursachen einer Makuladegeneration sind bis heute nicht eindeutig geklärt. Abgesehen von einer ursächlichen, genetischen Disposition (Vererbung) kommen diverse Faktoren in Betracht.

Bei der trockenen Makuladegeneration kommt es zu einer Ablagerung von Stoffwechselprodukten, die anscheinend nicht abtransportiert werden und sich zu "Haufen" ansammeln.

Bei der feuchten Makuladegeneration kommt es zu unerwünschtem Gefäßwachstum. Warum werden hier neue Gefäße gebildet? Ist dies möglicherweise ein Heilungsversuch des Körpers, um auf diesem Wege der degenerierenden Makula zu helfen indem er ihr mehr Sauerstoff und Nährstoffe zuführt?

Auf die Frage warum es zu diesen beiden Phänomenen kommen kann und was die Ursachen sein könnten, gibt es keine Antwort.

Es ist durchaus möglich, dass es nicht die eine Ursache bei Makuladegeneration gibt, sondern eine ganze Reihe von Faktoren, die in Summe eine Makuladegeneration auslösen könnten.

So wird in letzter Zeit dem Immunsystem und der Aufgabe des Darms mehr Aufmerksamkeit als mögliche Ursache geschenkt. Aber auch schädliche äußere Einflüsse, wie Rauchen, sich der Sonne aussetzen, schlechte Ernährung, zu wenig Bewegung kommen ursächlich in Betracht. Gleiches gilt für Stress und Depressionen.

Im Folgenden möchten wir einige mögliche Ursachen näher beleuchten.

Ursache oxidativer Stress/Freie Radikale

Obwohl oxidativer Stress in Verbindung mit verschiedensten Krankheiten gebracht wird, ist er als Auslöser einer Makuladegeneration wissenschaftlich nicht sichergestellt. Trotzdem gilt er in Fachkreisen als Ursache von Augenerkrankungen, wie der Makuladegeneration.

Was ist nun oxidativer Stress? Durch ihn werden freie Radikale gebildet, die durch körpereigene Stoffelwechsellagen hervorgerufen werden. Ein ganz normaler Vorgang. Sie werden zum Beispiel durch Atmen gebildet. Dagegen schützt sich der Körper mit Antioxidantien. Gibt es allerdings zu viele freie Radikale, können diese Zellen und Zellstrukturen schädigen.

Deshalb ist es wichtig, dass gerade zur Vorbeugung gegen Makuladegeneration oder aber auch zu Verbesserung einer vorliegenden AMD, zusätzlicher oxidativer Stress vermieden wird. Hierzu zählen insbesondere das Rauchen und fettreiche und einseitige Ernährung.

Aber auch Umweltgifte, psychischer und physischer Stress, Alkohol und UV-Strahlung gehören zu den Auslösern von freien Radikalen, die letztendlich eine Makuladegeneration verursachen oder verschlimmern können.

Zum Thema Rauchen in Verbindung mit Makuladegeneration haben wir umfassend recherchiert. Das Ergebnis lesen Sie auf der Seite Makuladegeneration durch Rauchen.

Ursache Graue Star (Katarakt) OP

Immer wieder rufen bei uns Patienten an, die gerade die Diagnose Makuladegeneration erhalten haben. Im Verlaufe der Gespräche stellt sich oftmals heraus, dass längerfristig zuvor eine Graue Star Operation vorgenommen wurde. Ob eine Makuladegeneration bereits vor der OP unentdeckt vorgelegen hat, und ob auf diese im Vorfeld untersucht wurde, ist meistens nicht bekannt.

Allerdings wird in Fachkreisen darüber diskutiert, ob eine Graue Star Operation als Ursache für eine nachfolgende Makuladegeneration anzusehen sei. Denn durch den Austausch der natürlichen Linse mit einer künstlichen, gehe der körpereigene Schutz gegen äußere Einflüsse wie zum Beispiel schädliches Licht verloren.

Die Beaver Dam Eye-Studie (Australien) stellt eine Graue Star OP ganz konkret in Zusammenhang mit der Entwicklung einer Makuladegeneration. Das Risiko an Makuladegeneration zu erkranken sei nach einer Kataraktoperation bis zu fünfmal höhere im Vergleich zu nichtoperierten mit den gleichen Lebensgewohnheiten.

Wir haben zum Thema Graue Star OP in Verbindung mit Makuladegeneration ausführlich recherchiert. Das Ergebnis können Sie in der Rubrik Makuladegeneration und Grauer Star nachlesen.

Ursache Ernährung

Wie oben beschrieben, kommt es bei der trockenen Makuladegeneration zu einem Problem des Abtransportes von Stoffwechselablagerungen. Der Stoffwechsel filtert Nährstoffe aus der Nahrung, um dem Körper Energie zuzuführen. Die dabei anfallenden Abfallstoffe werden aus dem Körper ausgeleitet. Damit das funktioniert, braucht unser Körper die Nährstoffe, die wir mit der Nahrung aufnehmen. Hat er zu viele Nährstoffe, werden diese entweder für später im Körper gelagert oder ebenfalls abtransportiert.

Bei einer überwiegend schlechten Ernährung wie zu fettreiches Essen, Zucker, industriell gefertigte Produkte, Alkohol oder Weizenmehl, bekommt der Körper nicht genügend Nährstoffe. Er muss sich von dem bedienen, was im Körper noch vorhanden ist. Zucker und Alkohol bremsen den Stoffwechsel sogar komplett aus.

Dies kann zu Übergewicht und Bluthochdruck führen. Beides steht im Verdacht Makuladegeneration ursächlich zu begünstigen. Das Auge erhält, wie der Rest des Körpers nicht genügend Nährstoffe. Die anfallenden Stoffwechselabfälle können nicht mehr abtransportiert werden.

Ursache Übergewicht

Zum Thema Übergewicht als Ursache für Makuladegeneration gibt es mittlerweile mehrere Studien mit unterschiedlichen Aussagen.

Bei einem normalen Übergewicht wird das Risiko eine Makuladegeneration zu entwickeln als ursächlich eher geringfügig eingeschätzt, wenn das Gewicht gehalten oder abgenommen wird.

Anders sieht es bei Fettleibigkeit aus. Eine australische Studie zeigt auf, dass bei Männern mit jeder Zunahme von 0,1 des Verhältnisses zum Hüft/Tailen-Umfang mit einem 13% Risiko einhergeht, schon früh eine Makuladegeneration zu entwickeln. Es sind sogar 75% bei einer späteren Entwicklung.

Bei Frauen stellt sich das genau umgekehrt dar. Diese Studie besagt zudem, dass zu viel Bauchfett ein eindeutig ursächliches Risiko für Männer darstellt.

Makuladegeneration ist direkt mit dem Gefäßsystem verbunden. Übergewicht ist dafür bekannt, Lungenprobleme auszulösen. Beides kann die Blutgefäße im Auge ursächlich betreffen, was zu Sehverlust führen kann.

Um dem vorzubeugen, empfehlen Ärzte vermehrt Obst und Gemüse zu essen. Die dort enthaltenen Stoffe wirken sich positiv auf die zentrale Netzhaut aus und verringern damit das ursächliche Risiko eine Makuladegeneration zu entwickeln.

Ursache Vererbung

Eine der Ursachen für Makuladegeneration, die immer wieder genannt wird, ist unser Erbgut. Mit dem CFH-Y402H Gen, dem Makula-Gen 1 wurde eine mögliche Ursache indentifiziert.

Verschiedene Genlabore bieten mittlerweile Gentests an. Diese testen das Erbgut auf eine Veranlagung für Makuladegeneration. Allerdings sollte man hierbei beachten, dass selbst wenn eine Disposition vorliegt, sich daraus noch lange nicht eine Makuladegeneration entwickeln muss.

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